Mittwoch, 17. September 2014, 22:35 Uhr

Voxxclub: Im Lederhosenhimmel ist genug Platz für sieben Cowboys

Voxxclub, das sind sechs Jungs aus den unterschiedlichsten Regionen die sich zusammen gefunden haben, um gemeinsam volkstümliche Musik zu machen. Wer nun an eine verrostete Blaskapelle jenseits der 60 denkt hat sich geirrt, denn die heißen Jungs von Voxxclub können sich durchaus sehen lassen. klatsch-tratsch.de traf die Sechs zu einer kleinen Plauderei.

Euer neues Album heisst ‚Ziwui Ziwui‘, was könnt Ihr darüber erzählen?
Es ist ein Highlight. Wir haben Energie und Herzblut und unsere ganzen Emotionen da hineingesteckt. Dazu steckt es musikalisch voller Überraschungen und voller Mixstile. So etwas hat die Musikwelt einfach noch nicht erlebt. Es ist ein Mix aus Pop, Reggae, Hip Hop und allem einfach. Z.B. unser Song ‚Dirndl der Nacht‘ beginnt mit einem fettem Hip Hop Beat auf den wir rappen. Der Refrain ist dafür etwas ländlicher und am Ende folgt ein Jodler. Wir verbinden Tradition mit modernen Klängen. Vorstellen kann man sich das nicht, man sollte die Platte kaufen. Der Unterschied zum ersten Album ist, dass es nun nicht mehr nur A Capella ist. Ein Song in diesem Stil ist drauf, aber ansonsten spielen wir mit Band.

Wie kommt es, dass Ihr euch gegen ein reines A Capella Album entschieden habt, es war schließlich irgendwie Euer Markenzeichen?
Wir wollen uns ständig weiter entwickeln. Das erste Album haben wir im Studio aufgenommen und uns einfach mal ein wenig ausprobiert. Wir haben recht verstaubte volkstümliche Songs genommen und diese auf unsere Art und Weise aufgenommen. Für das zweite Album wollten wir aber auf jeden Fall unsere eigenen Songs haben. Und da haben wir gemerkt, nur A Capella doch sehr eintönig ist und man viel mehr spielen kann, wenn man die Bläser und eine Band hinzunimmt. Also haben wir uns somit nicht neu entdeckt, sondern uns einfach nur weiter entwickelt.

Könnt Ihr mal den Titel vom Album erklären?
‚Ziwui Ziwui‘ stammt aus einem alten Innsbrucker Volkslied. Es soll eigentlich nur das Vogelgezwitscher imitieren. Vögel stehen ja auch für Freiheit.

Sehr Ihr euch eigentlich als Andeas Gabalier x 6?
Das kann man gar nicht vergleichen. Er macht ganz andere Musik als wir. Natürlich, er trägt Lederhosen und wir haben auch welche an. Aber ich glaube, es gibt am Lederhosenhimmel genug Platz für sieben Lederhosen-Cowboys.

Ihr tragt ständig Lederhosen, würdet ihr das als eine Art ‚Arbeitskleidung‘ bezeichnen oder sieht man auch privat auch so Sonntagsmorgens beim Bäcker?
Das ist ein Lebensgefühl. Nicht nur die Lederhose, auch Heimat und Tradition ist ebenfalls ein Gemeinschaftsgefühl. Gestern sind wir z.B. von München nach Hamburg geflogen. Wir hatten alle unsere Lederhosen an. In München ist so etwas selbstverständlich. Als wir dann in Hamburg gelandet waren, haben wir uns gewundert, warum uns jeder so schräg anschaut.

Einfach nur Musikmachen reicht schon lange nicht mehr aus um Erfolg zu haben. Ein sexy Image gehört dazu. Wie geil findet Ihr Euch selbst?
Du findest uns sexy? Dankeschön. Wie wir uns selbst finden? Natürlich supergeil. Sexy sein gehört ja heutzutage ein wenig dazu und wenn du damit spielen kannst, dann ist das doch schön. Bei den Mädels werden die Röcke ja auch immer kürzer und die Schuhe immer höher. Wir kommen als Band glaube ich sehr gut an und natürlich bekommen wir auch mal nette Fanpost. Ob wir uns selbst total sexy finden? Aber wenn andere das über uns sagen, dann habe ich natürlich nichts dagegen.

Könnte man euch eigentlich auch als klassische Boyband bezeichnen?
Naja abstreiten das wir eben sechs Jungs sind, das können wir nicht. Das stört uns auch nichts, schließlich gibt es auch sehr viele coole Boybands. Schließlich machen wir auch so etwas wie Popmusik, also eben Volksmusik 2.0.

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Fotos: Katja Kuhl