Donnerstag, 18. September 2014, 18:45 Uhr

Cher: Klage wegen Rassismus am Hals

Poplegende Cher (68) wird von einem ihrer Choreographen des Rassismus beschuldigt und hat deswegen eine Klage am Hals.

Die Sängerin soll sich nach Angaben ihres Choreographen Kevin Wilson während eines Tänzer-Castings für ihre ‘Dressed to Kill’-Tour (2014) gegenüber einer Tänzerin rassistisch geäußert haben, wie TMZ berichtet. Der Choreograph hatte während der Proben Gefallen an “einer minderjährigen [dunkelhäutigen] Dame” gefunden, daraufhin erwiderte Cher: “Wir haben zu viel Farbe auf der Bühne.” Wilson behauptet ferner, dass die Sängerin dann angeordnet habe, eine weiße blonde Tänzerin zu finden und “keine weiteren dunkelhäutigen Tänzer für die Tour zu casten.”

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Die Klageschrift bezieht sich zusätzlich auf einen anderen Vorfall im Juni 2014 in Louisville (Kentucky), bei dem ein männlicher Tänzer einen weiblichen Fan auf sein Hotelzimmer eingeladen und sie dann sexuell belästigt habe. Cher wollten den Vorfall angeblich verheimlichen. Statt den kriminellen Tänzer zu feuern, erhielten drei andere, die den Vorfall gemeldet hatten, die Kündigung, darunter eben auch Wilson. Begründet wurde der Rausschmiss mit notwendigen Kürzungen im Budget für die Tour, was der Choreograph laut Klageschrift als Unsinn bezeichnet, da er von hohen Einnahmen weiß.

Wilson, selbst ein Schwarzer, hat daher jetzt Cher des Rassismus beschuldigt. Die Sänger bestreitet die Vorwürfe. Ihr Sprecher erklärte gegenüber TMZ: “Es sind lächerliche Behauptungen, die nicht weiter entfernt sein könnten von der Wahrheit.” Der Anwalt von Cher hat die Anschuldigungen als “völlig absurd” bezeichnet. (CS)

Foto: WENN.com