Freitag, 19. September 2014, 21:40 Uhr

Stefan Raab: "Bundesvision Song Contest" ist Sprungbrett für Musiker

Entertainer und ProSieben-Allzweckwaffe Stefan Raab sieht seinen ‘Bundesvision Song Contest’ nach wie vor als Sprungbrett für Musiker.

“Viele Karrieren sind dadurch ein bisschen beflügelt worden”, sagte der 47-Jährige Allrounder heute in Göttingen, wo an diesem Samstag die zehnte Ausgabe des musikalischen Länderwettstreits über die Bühne geht. ProSieben überträgt die Show ab 20.15 Uhr live. Über den Sieger entscheiden die Zuschauer per Telefon oder SMS.

Bekannte Kandidaten sind diesmal für Bayern Andreas Bourani, der dieses Jahr mit ‘Auf uns’ nicht nur einen Sommerhit, sondern auch eine WM-Hymne landete, sowie der Rostocker Erfolgs-Rapper Marteria. Beide waren schon in der Vergangenheit bei Raabs Wettbewerb angetreten, aber nur im Mittelfeld gelandet. Max Mutzke, der vor zehn Jahren für Deutschland Platz acht beim großen Vorbild Eurovision Song Contest belegte, tritt in diesem Jahr für Baden-Württemberg an. Für Bremen startet die etablierte Band Revolverheld, dagegen ist der erst 17-jährige Vertreter aus Niedersachsen, Sierra Kidd, ein absoluter Newcomer. Und auch Teesy (Foto unten) vom Cro-Label Chimperator startet erstmals mit deutschsprachigem R’n’B in so einem großen Rahmen. Nico Suave und Flo Mega (siehe Video unten) werden für Hamburg antreten.

Vergangenes Jahr gewann der aus Braunschweig stammende Sänger Bosse den Grand Prix der Bundesländer und holte den Wettbewerb damit nach Niedersachsen. Andreas Bourani (Foto oben) sagte am Freitag scherzhaft: “Ich mache so lange mit, bis das Ding nach Bayern kommt.” Sein Favorit sei aber Marteria.

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Der Erfinder der Show, Stefan Raab, wollte seinen Siegertipp nicht verraten. Angesprochen auf die zuletzt gesunkenen Einschaltquoten des seit 2005 jährlichen ‘Bundesvision Song Contest’, sagte Raab: “Für uns ist eigentlich nur wichtig, dass wir besser sind als ‘Rising Star’.” Das wegen schlechter Quoten vorgezogene fast vierstündige Finale der RTL-Musikcastingshow ‘Rising Star’ hatten am Donnerstagabend lediglich 1,38 Millionen Zuschauer verfolgt.

Der ‘Bundesvision Song Contest’ gilt als die Leistungsschau der deutschen Musikszene. Für jedes der 16 Bundesländer geht ein Act ins Rennen. Ihre Songs müssen mindestens zu 50 Prozent deutsch gesungen sein. (dpa/KT)

Fotos: ProSieben/willi Weber