Sonntag, 21. September 2014, 14:21 Uhr

Tom Gaebel: Der deutsche Sinatra über sein neues Knaller-Album

Tom Gaebel ist wahrlich der letzte große Gentleman unter den Sängern der Republik und ein musikalisches Phänomen. Gaebel macht eine Musik wie niemand sonst. Ein Sound, der an Zeiten erinnert, als Männer noch richtige Männer waren und mit Anzug und Krawatte vor dem Mikrofon standen. Frank Sinatra zum Beispiel oder Dean Martin: In der einen Hand den Whiskey, in der anderen locker die Zigarette. Ganz nach dem Motto ‘Easy Living’.

Genau so augenzwinkernd entspannt fällt Gaebels neuester Album-Streich “So Good To Be Me” aus. Einmal mehr liefert Deutschlands coolster Crooner den perfekten Soundtrack für eine Zeitreise in die ‘Swinging Sixties’. 13 Songs lang bestes Sunshine-Entertainment, für das man sich endlose Tage am Pool wünscht. Diese lebensbejahende Lässigkeit macht “Dr. Swing”, wie Gaebel von seinen Fans liebevoll genannt wird, zu seinem musikalischen Motto. Eine Mission, der er sich bereits seit seinem Debütalbum von 2005 mit aller Leidenschaft verschrieben hat. “Ich liebe einfach diesen grandiosen Sound aus der Zeit, als man noch in großen Studios in großer Besetzung große Songs aufgenommen hat. Genau das wollte ich auch immer machen!” beschreibt der mehrfache Jazz-Award-Gewinner seinen musikalischen Antrieb.

Und tatsächlich, gemäß dem Motto “The bigger the better” ist der Aufwand, den der Mann mit der Ausnahmestimme für sein mittlerweile sechstes Studioalbum betrieben hat, schlichtweg enorm: fette Big Band und echte Streicher, dazu ein Easy Listening Chor, der einem sofort das Lächeln ins Gesicht zaubert. Für Gaebel alles eine Frage der Ehre. Dieser Mann leistet sich halt was, um seine Fans und jene, die es bald werden, mit einer Extraportion musikalischem Charme zu versorgen.

Aufgenommen und produziert im eigenen Studio, stammen gleich zwölf Songs aus der Feder des Multiinstrumentalisten. Und die haben es in sich: Beim Titelsong “So Good To Be Me”denkt man sofort an eine lässige Cabrio-Fahrt am Meer. Das mitreißende “The Cat” klingt nach klassischem James-Bond-Kino, während die Latin-Grooves von “Like A Samba” die Leichtigkeit des Easy Listening beschwören – Sergio Mendes hätte seine Freude. Die einzige Cover-Version bei diesem grandios abwechslungsreichen Abenteuer: Der Sam-Cooke-Evergreen “Wonderful World”, ganz neu und fabelhaft lässig arrangiert. Absolut hitverdächtig!

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Einen ganz persönlichen Traum hat sich Tom zudem mit dem Song “How I Love You” erfüllt. Die musikalische Verneigung vor James Last, dem legendären Bandleader der Sechziger und Siebziger Jahre: “Beim Hören seiner alten Platten bin ich irgendwann auf “The Volga Boatmen” gestoßen. In dieser Aufnahme gibt es eine phänomenale Bläserstelle, die mich direkt so gepackt hat, dass ich sie unbedingt auch selber spielen wollte. Also habe ich mir einfach einen Song drum herumgeschrieben.” erklärt Gaebel die Entstehung des Stücks. “Als mir James Last persönlich die Erlaubnis für die Aufnahme erteilte, war meine Freude natürlich riesig!”

Eine Freude, die man dem gesamten Album anhört, und die direkt auf den Hörer überspringt. So liefert Tom Gaebel erneut den perfekten musikalischen Cocktail mit Gute-Laune-Garantie. Getreu dem Albumtitel: “So Good To Be Me”. Das neue Werk ist seit Freitag zu haben.

Fotos: Christoph Kassette