Mittwoch, 01. Oktober 2014, 14:11 Uhr

Hape Kerkeling spricht erstmals über den Selbstmord seiner Mutter

TV-Moderator und Entertainer Hape Kerkeling, (49) spricht erstmals in seiner neuen Biografie über “den Freitod meiner Mutter”. Kerkeling war acht Jahre alt, als sich seine Mutter 1973 das Leben nahm.

Sie hatte durch einen ärztlichen Fehler “bei einer Operation ihren Geschmacks- und Geruchssinn verloren. Das hat meine Mutter ihrem Ende förmlich entgegengetrieben. Unweigerlich”, sagte Kerkeling jetzt im Gespräch mit dem Hamburger Magazin ‘Stern’. “Sie war schwer depressiv, und das Leben wurde im wahrsten Sinne des Wortes sinnlos für sie. Es hat dann knapp ein Jahr gedauert, bis sie sich dazu entschlossen hat, sich das Leben zu nehmen.” Kerkeling fügte in dem Interview hinzu: “Im Rückblick kann ich das heute nachvollziehen und sogar verstehen.”

Der kleine Hans-Peter Wilhelm Kerkeling sei in der Nacht, in der sie eine Überdosis Schlaftabletten nahm, als Einziger bei seiner Mutter gewesen. Sein Vater war bei der Arbeit, und nach dem Fernsehen schlüpfte der Sohn zu ihr ins Bett. Was er erlebte, “war das Schrecklichste, was mir in meinem Leben bis dato widerfahren ist. Das war traumatisch.” Über die eigentliche Szene kann und will Kerkeling allerdings nicht sprechen. Aber der große Unterhalter schildert sie näher in seinem neuen Buch ‘Der Junge muss an die frische Luft’, das am 6. Oktober erscheint – klatsch-tratsch.de berichtete.

Die Autobiografie beschreibt Kerkelings Kindheit in Recklinghausen, in einem katholischen Milieu, umsorgt von Tanten und Omas.

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Kerkeling sagte im Gespräch mit dem ‘Stern’, er habe später versucht, aus den damaligen Geschehnissen etwas für sein Leben zu lernen. “Für mich war das Schlimmste nach dem Tod meiner Mutter die Frage: Was hat sie in dieser Welt hinterlassen? Wo sind ihre nachfühlbaren oder nachvollziehbaren Spuren? Ich konnte als Kind nichts erkennen. Da habe ich mir vorgenommen, in meinem Leben klare, eindeutige Spuren zu hinterlassen.”

Fotos: WENN.com, Gruner + Jahr