Mittwoch, 01. Oktober 2014, 23:09 Uhr

Prince kritisiert U2 für den Apple-Deal

Die irische Rockband U2 wurde die letzten Wochen von Künstlern wie Fans gleichermaßen für den Gratis-Download ihres neuen Albums ‘Songs of Innocence’ auf iTunes angegriffen. Jetzt hat sich auch ein weiterer Musiker dieser Kritik angeschlossen, nämlich Prince (56).

Der legendäre Sänger hatte der Band vorgeworfen, durch den Apple-Deal die Chancen für Nachwuchskünstler zu untergraben. Prince steht schon seit vielen Jahren einer Digitalisierung der Musikindustrie kritisch gegenüber und ist sich sicher, dass die Rockband sie für neu aufkommende Talente nun endgültig zerstört haben. Frontmann Bono (54) hat aber immer – wie berichtet – der Kritik widersprochen, dass die Gruppe ihre Musik verschenkt hätte, weil sie von den Chefs von Apple bezahlt worden wären. Diese haben sich dann dazu entschlossen, den Gratis-Download des Albums für ihre Kunden anzubieten.

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Gegenüber der ‘Associated press’ sagte Prince jetzt darauf: ” Das ist ein Werbedeal…klar, dass sie dafür bezahlt wurden. Aber was ist mit den anderen [Künstlern]?” Anfang dieses Jahres hat der ‘When Doves Cry’-Sänger seinen eigenen Musikverlag ‘NPG Publishing’ gegründet, um seine eigenen Sachen aber auch Songs anderer Künstler darunter zu veröffentlichen. Er hat die Hoffnung, er könne damit vor allem neuen Talenten helfen, eine faire Chance und anständige Bezahlung für ihre Arbeit zu bekommen. Sein Kommentar: “Ich möchte nichts von Niemandem.” Der Ausnahmekünstler hat gerade – wie berichtet – zwei neue Alben an einem Tag rausgebracht: ‘Art Official Age’ und ‘Plectrumelectrum’. (CS)

Foto: WENN.com