Mittwoch, 01. Oktober 2014, 17:27 Uhr

Stars unter 25: Die Gewinner und Verlierer

Das Schicksal diverser Kinderstars hat eins gezeigt: Ruhm – ob schneller oder hart erarbeiteter – kann für junge Menschen schwer zu ertragen und auszuhalten sein. Das ständige Stehen in der Öffentlichkeit, keinen Schritt mehr tun zu können, ohne von Paparazzi verfolgt zu werden, der Kritik von Millionen Unbekannten ausgesetzt zu sein, all das kann die Seele belasten und zu unterschiedlichsten Reaktionen führen.

Gerade die Stars unter 25 haben es besonders schwer. Sie befinden sich gerade im Prozess des gleichzeitig jung Seins und Erwachsenwerdens. In diesem Alter probiert man aus, findet sich selbst, geht manchen Umweg und macht den einen oder anderen Fehler. Für unbekannte Altersgenossen alles kein Problem, auf der Familienfeier und in der Clique wird drüber gelacht und damit ist das Thema erledigt. Wer allerdings in diesem Alter bereits unter Beobachtung der breiten Masse steht, dem werden die Ausrutscher nicht so leicht verziehen. Für diese jungen Promis wird der Alltag zur Bewährungsprobe. Es sind viele Faktoren, die in der öffentlichen Wahrnehmung bestimmen, wer gewinnt und verliert:

    • öffentliche Ausraster
    • maßloser Alkohol- und Drogenkonsum
    • vulgäres Verhalten auf der Bühne und hinter den Kulissen

machen zu Verlierern.

    • Der Einsatz für Benachteiligte
    • Bodenständigkeit
    • und das diskrete Auftreten im Privatleben.

hingegen lassen die Stars wie Gewinner aussehen.

Im Folgenden zeigen vier Beispiele die aktuellen Gewinner und Verlierer unter 25.

Justin Bieber – von Schwiegermutter’s Liebling zum Bad Boy

Justin Bieber macht dieser Tage wieder einmal mit einer Katastrophe von sich reden: Bei einem waghalsigen Sprung von einer Klippe platzte dem Teenie-Schwarm das Trommelfell. Nun muss der junge Kanadier vermutlich operiert werden, seinem musikalischen Comeback soll das aber nicht im Wege stehen. Mit seiner Musik wieder positiv in die Schlagzeilen zu geraten, täte dem Künstler wohl auch ganz gut. In jüngster Vergangenheit war Bieber ja eher für seine Ausraster und Prügeleien bekannt – ob er einen Chauffeur attackierte, den Fluch–der-Karibik-Star Orlando Bloom schlug oder mit seinem Quad den Bus eines Paparazzos rammte. Als er kürzlich bei der New York Fashion Week vor einer geplanten Laudatio ausgebuht wurde, wusste er sich nicht anders zu helfen, als sich bis auf die Unterhose nackig zu machen. Auch die potentiellen Fans verzeihen ihm die vielen Alkohol- und Drogeneskapaden nicht dauerhaft. Scheinbar hat Justin aber vor, seine Belieber nicht weiter zu enttäuschen: Er will seine Karriere auf Vordermann bringen.

Zuletzt drehte er mit David Hasselhoff. Außerdem hat er wohl dem Alkohol entsagt und arbeitet lieber beim Kochen an seinem neuen Saubermann-Image:

Selbst in Liebesdingen scheint es bergauf zu gehen. Seine On-Off-Beziehung mit Selena Gomez hat neuen Aufwind bekommen, immer häufiger sieht man die beiden in der Öffentlichkeit turteln, sogar von Zusammenziehen soll die Rede sein. Aber auch Selena Gomez traut dem Frieden nur bedingt, so hält sie wohl an ihrer eigenen Wohnung fest. Es sieht so aus, als ob Biebers Bad-Boy-Image der letzten Monate länger an ihm haftet. Das Fazit für diesen Jung-Star: Verlierer!

Emma Watson – eine Zauberschülerin rührt die UN zu Tränen

Bekannt ist sie als die kleine, strebsame Zauberschülerin Hermine Granger aus den Harry-Potter-Filmen – doch Emma Watson ist mittlerweile zu sehr gereift, um sie auf diese Rolle zu reduzieren. Statt sich auf ihrem Ruhm auszuruhen, beendete Watson dieses Jahr ihr Studium der Englischen Literaturwissenschaften und machte bereits 2013 ein Zertifikat als Yoga- und Meditationslehrerin. Allerdings mehr für sich selbst als für andere: Sie will kein hippes Studio in der Londoner Innenstadt eröffnen, sondern nutzt das Gelernte, um in sich selbst heimisch zu werden. Ein weiser und reifer Ansatz, die innere Mitte zu finden statt in Alkohol und Drogen zur Ruhe kommen zu wollen. Doch dabei bleibt die junge Schauspielerin nicht: die UN ernannte sie zur Botschafterin für Frauenrechte. Mit einer bewegenden Rede vor den Mitgliedern der UN gab Watson den Auftakt für ihre Kampagne HeforShe.

Mit dieser Kampagne plädiert Emma Watson dafür, Feminismus wieder zum Thema zu machen, allerdings nicht im Rahmen einer Übervorteilung der Frauen, sondern in einer tatsächlichen Gleichberechtigung der Geschlechter. Sie plädiert dafür, dass Frauen stark sein und Männer auch sensibel sein dürfen. Sie hat dafür viel Kritik einstecken müssen, der Spott ging so weit, dass Emma Watson mit der Veröffentlichung vermeintlicher Nacktbilder erpresst wurde – was sich sogar als schlechter Marketing-Gag entpuppt haben soll. Doch die junge Britin verfällt nun nicht in Rechtfertigungen, bisher hat sie noch gar kein Statement zu der Nacktbilder-Erpressung veröffentlicht. Sie steht zu dem, was sie tut. Darüber hinaus redet sie nicht nur, sondern sie macht auch: In ihrer Funktion als UN-Botschafterin übergab sie in Uruguay eine Petition an das Parlament, in der mehr weibliche Abgeordnete gefordert werden. Emma Watson will ihren Beitrag leisten. Dabei darf man auch darüber hinweg sehen, dass sie nach Harry Potter keine wirklich große, erfolgreiche Rolle mehr in einem Film gespielt hat.

Doch Ruhm ist eben nicht nur eine Gelegenheit, sich feiern zu lassen, sondern auch die Gelegenheit, seinen Einfluss für gute Dinge einzusetzen. Auch privat ist die Schauspielerin glücklich mit ihrem Rugby-Spieler Matthew, das Paar hat gerade seine erste gemeinsame Wohnung bezogen. Ohne großes Aufsehen oder öffentliche Liebesschwüre. Emma Watson braucht das nicht, genauso wenig wie ausschweifende Party-Exzesse. Obwohl sie bereits jahrelang im Licht der Öffentlichkeit steht, hat sie sich ihre Bodenständigkeit behalten. Das Fazit für Emma Watson: eindeutig Gewinnerin!

Miley Cyrus – nackt, nackter, Miley!

Nackte Haut und Miley Cyrus sind derzeit ein untrennbares Paar. Bereits seit Monaten entsetzt und fasziniert die singende Schauspielerin die breite Masse mit freizügigen bis schamlosen Auftritten. Da verwundert es kaum, dass Cyrus sich auf ihrer Konzerttour jüngst mit einer Penisbrille auf der Nase zeigte. Oder Ärger mit den mexikanischen Behörden riskierte, indem sie sich den Hintern mit der Landesflagge versohlen ließ. Es drängt sich geradezu das Gefühl auf, dass der Popstar immer wieder versucht, sich selbst zu überbieten. Ihre schrillen bis bizarren Stylings haben sogar schon die Vermutung nahegelegt, dass Miley versuche, Lady Gaga zu übertrumpfen. Zunächst glaubte man ja, Miley Cyrus versuche nur, ihr harmloses Hannah-Montana-Image los zu werden.

Doch langsam ist es zweifelhaft, ob Miley versucht, erwachsen zu werden, oder ob der Popstar nicht doch größere Probleme habe. Schräge Instagram-Postings, für welche sie ihren Kinderkopf auf sehr freizügige Bilder retuschierte, toppten nun nahezu alles Vorangegangene. Ihre Fans sind entsetzt, manche von ihnen haben das Abonnement des Accounts beendet. Das vulgäre Verhalten von Cyrus hat jedenfalls dazu geführt, dass niemand mehr ernsthaft über ihre Musik redet. Es scheint, dass Miley mit all der medialen Aufmerksamkeit überfordert ist und sich deshalb nicht mehr im Griff hat. Fazit hierfür: Verlierin auf ganzer Linie.

Jennifer Lawrence – bodenständige Powerfrau

Hollywood hat eine neue Powerfrau, ihr Name ist Jennifer Lawrence. Es scheint, als ob sie alles kann: Action in der Tribute-von-Panem-Triologie, Charakterrollen wie in Silver Linings oder Glamour in American Hustle. Sie kann auf eine steile Karriereentwicklung zurückblicken. Sympathisch ist sie auch noch: Als sie sowohl 2013 als auch 2014 bei den Oscars über ihr Kleid stolperte, lachte sie selbst am lautesten. In Interviews erzählt sie ganz entgegen Hollywood-Manier, dass sie selbst lieber Reality Shows schaue als Sport zu treiben. Jennifer Lawrence scheint bodenständig, wie das Mädchen von nebenan. Auch dass sie Opfer der Hacker wurde, die Nacktbilder aus ihrer Cloud stahlen und online stellten, scheint diesem Bild kaum etwas anhaben zu können. Wenn Lawrence erzählt, dass sie dringend ein Hobby bräuchte, aber in nichts gut sei oder deutlich macht, wie klar ihr die Vergänglichkeit ihres Ruhmes ist und sich selbst als „viel zu nervig“ bezeichnet, wirkt sie mehr als die gute Freundin denn wie ein Hollywood-Star. Sogar ihre Liaison mit Coldplay-Frontmann Chris Martin läuft mehr einfach so nebenher als dass die junge Schauspielerin großen Wind darum machen würde.

Zwar wurde Jennifer Lawrence schon des Öfteren stark alkoholisiert auf After-Show-Partys gesehen, doch der große Skandal blieb bisher aus. Stattdessen macht sie bald auf der Leinwand wieder von sich reden: In „Serena“ spielt sie die starke Charakterrolle einer verzweifelten Ehefrau, die zu allem bereit ist. Fazit: Eindeutig Gewinnerin! (KTAD)

Fotos: WENN.com