Freitag, 03. Oktober 2014, 8:49 Uhr

Maroon 5 wegen blutigem Video unter Beschuss

Maroon 5 haben dieser Tage erst – wie berichtet – ihr neues Musikvideo zu dem neuen Song “Animals” herausgebracht und seitdem werden sie mit Kritik überschüttet. Medien und Fans sind gleichermaßen entsetzt und schockiert über die Szenen, die darin gezeigt werden. Inmitten des Meinungs-Kreuzfeuers stehen Frontmann Adam Levine (35) und dessen Neu-Ehefrau Behati Prinsloo (25).

Der Frontmann der Band hatte erst letzten Monat gegenüber ‘Access Hollywood.com’ verkündet, dass er für das neue Musikvideo eine “verrückte Idee” habe, die “wirklich düster und seltsam und cool” sein wird. Spätestens jetzt müsste der Band aber ein Licht aufgegangen sein, dass nicht alle diese Begeisterung teilen und das Video als “cool” bezeichnen. Gerade werden Levine und Co. von der Presse “zerrissen” und auch die Fans sind angewidert von dem letzten künstlerischen Werk der Band.

Darin spielt der Sänger – wie berichtet – einen unheimlichen Stalker, der eine Frau verfolgt und in deren Wohnung einbricht. Dazwischen werden immer wieder Szenen gezeigt, in denen sich der Character von Levine ausmalt, wie er mit der Frau, gespielt von dessen Ehefrau Behati Prinsloo (25), Sex hat und sie dabei mit Blut übergossen werden. Dazu singt Levine die Zeilen: “Baby, I’m preying you tonight. Hunt you down, eat you alive” (“Baby, ich erbeute dich heute Nacht, jage dich, verschlinge dich bei lebendigem Leib”)”.

Das Echo der meisten Fans darauf ist nicht misszuverstehen. Ihrem Ekel machten User auf Twitter beispielsweise Luft mit: “Ich bin total geschockt von Maroon 5’s neuen Video ‘Animals’ – wieder mal wird Gewalt gegen Frauen trivialisiert/sexualisiert und alles des Geldes wegen!” Ein anderer schrieb: “Da ist nichts Cooles dran, wenn Frauen gestalkt, gejagt, vergewaltigt oder ermordet werden. Ernsthaft @adamlevine?” Die Medien aber auch diverse Bürgerrechtsgruppen schließen sich dem überwiegend negativen Echo an.

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Die US-Frauenrechtssgruppe Rape, Abuse & Incest National Network (RAINN) verkündet laut der englischen ‘Daily Mail’: “Das ist eine gefährliche Darstellung einer Stalker-Fantasie – und niemand sollte den kriminellem Akt des Stalkings mit Romantik verwechseln.” Eine andere US-Bürgerrechtsgruppe, das National Sexual Violence Resource Center, macht Levine laut ‘TMZ’ den Vorwurf, seine Frau wie ein Stück Fleisch zu behandeln.

Tatsächlich wird in dem Video gezeigt, wie der Sänger seltsame “Kunststücke” in der Kühlkammer vollführt, in der eine große Anzahl Rinderhälften hängen. “Das Video beleidige jede Frau”, urteilt die britische Tageszeitung ‘The Guardian’ und fuhr fort, “Maroon 5 denken bestimmt, sie hätten Grenzen ausgetestet. Aber es sei nichts alternativ daran, zu zeigen, wie Frauen gestalked, vergewaltigt oder getötet werden. Weil es jeden verdammten Tag geschieht.” Die Band hat sich zu dieser ganzen Kontroverse noch nicht geäußert. (CS)

Foto: WENN.com