Freitag, 03. Oktober 2014, 12:20 Uhr

Nacktfotoskandal: Google reagierte auf anwaltliche Drohungen

Google gibt an, bereits Zehntausende der Nacktfotos diverser Promis gelöscht zu haben. Zuvor hatten dem Internet-Giganten Anwälte, die einige der betroffenen Stars vertreten, gedroht, ihn auf 100 Millionen US-Dollar zu verklagen, weil sich Google unkooperativ verhalte.

Die intimen Bilder der Berühmtheiten, darunter auch die von Jennifer Lawrence, Kim Kardashian West, Kate Upton (siehe Foto), Amber Heard und Selena Gomez, wurden von deren iCloud-Accounts gestohlen und auf den Webseiten ‘Reddit’ und ‘4Chan’ verbreitet. Die Rechtsvertreter behaupten, die Suchmaschine hätte die Fotos nicht ordnungsgemäß gelöscht und hätte damit Millionen verdient. Anwalt Marty Singer hatte einen Brief an die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin und deren Anwälte geschrieben, in dem er ihnen “eklatant unethisches Verhalten” vorwirft. Nach Angaben der ‘New York Post’-Kolumne ‘Page Six’ steht in dem Dokument, Google habe darin versagt, “zügig und verantwortungsbewusst zu handeln, um die Bilder zu entfernen”.

Stattdessen habe Google sich rechtswidrig verhalten, indem sie wissentlich den Zugang zu den Fotos erleichtert hätten. Weiter heißt es in dem Schreiben: “Google macht Millionen und profitiert von der Viktimisierung von Frauen.” Angeblich hat der Anwalt schon vor vier Wochen erstmals für seine Klientinnen darum bitten lassen, die Bilder aus der Suchmaschine zu entfernen. Doch auf den Plattformen YouTube und BlogSpot, die beide Google gehören, seien die Aufnahmen noch immer zu finden. “Bis jetzt hat Google wenig bis gar nichts dazu beigetragen, dieses abscheuliche Verbrechen zu stoppen”, klagte der Anwalt an. Das habe sich mittlerweile geändert, wie Google jetzt in einem offiziellen Statement versicherte: “Wir haben Zehntausende von Bildern – innerhalb von wenigen Stunden nach der Aufforderung – entfernt und hunderte von Accounts geschlossen. Das Internet wird für viele gute Dinge genutzt. Die privaten Fotos von Leuten zu stehlen gehört nicht dazu.“ (Bang)

Foto: WENN.com