Montag, 06. Oktober 2014, 16:39 Uhr

Götz George suchte im Bundespräsidialamt seinen neuen Orden

Mehr TV-Legende Götz George (76) wäre beinahe ein Teil seines frisch verliehenen Bundesverdienstkreuzes abhandengekommen. Der Schauspieler hatte den Orden heute aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck erhalten. Dabei fiel die Miniatur des Verdienstkreuzes, die sich die Träger ans Revers heften können, nach Angaben des Bundespräsidialamtes zu Boden.

Bei der Fahndung kam dem als Kommissar Schimanski legendär gewordenen Schauspieler glücklicherweise Gaucks Lebensgefährtin Daniela Schadt zur Hilfe – sie fand die Miniatur und hob sie auf. Zur Begründung für die Auszeichnung führte das Bundespräsidialamt Georges Verdienst um Film und Fernsehen in Deutschland an, die der Schauspieler mitgeprägt habe. Zudem habe er sich sozial für die Deutsche Krebshilfe und die Opferschutz-Organisation Weißer Ring engagiert.

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Zusammen mit George erhielten 35 weitere Menschen zum Tag der Deutschen Einheit einen Orden – darunter auch Aktive der Demokratiebewegung in der DDR von 1989. “Wenn wenige Mutige die vielen Ängstlichen oder Bequemeren ansprechen und mitreißen, dann kann daraus Gewaltiges entstehen, dann können Mauern fallen. Ich freue mich, dass wir heute einige von diesen Anstiftern zur Freiheit ehren”, sagte Gauck. (dpa)

Foto: Tim Brakemeier