Donnerstag, 09. Oktober 2014, 13:55 Uhr

Ingrid und Klaus: Die heimlichen Stars von TV total singen wieder

Ingrid und Klaus sind ein herziges Rentner-Ehepaar aus Köln, die entgegen dem allgemeinen Zeitgeist beweisen, dass man mit ein bisschen gutem Willen, eine weitgehend harmonische Partnerschaft führen kann, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist. Oder sagen wir mal so: Sie liefern den Beweis, dass man auch vierzig Ehejahre miteinander verbringen kann, ohne auch nur ansatzweise einer Meinung zu sein!

Denn was Soziologen als Double-Bind-Situation beschreiben und eigentlich als mögliche Begleiterscheinung der Schizophrenie gilt, ist bei Ingrid und Klaus der Alltag: „Komm, geh weg“ – Klaus darf seine geliebte Ingrid ausgiebig in der Welt herumchauffieren, die ihm dafür entgegengebrachte Zuneigung hält sich jedoch in recht engen Grenzen. Auch endet sein Recht auf freie Meinungsäußerung an dem Punkt, wo Ingrid eine eigene hat und das ist so gut wie immer der Fall.

Mit einem energischen „Kusch“ weist sie Klaus in ihrer wöchentlichen Kolumne bei Stefan Raab nur allzu gerne in seine Schranken und setzt sich dafür lieber selbst in Szene.

Trotz dieser manchmal herben Rückschläge, wirbt Klaus unermüdlich um die Gunst „seiner“ Ingrid, was auch oder vielleicht gerade, daran liegt, dass sie sich gerne als unnahbare Diva gibt. Gerade aber in dieser stabilen Dauerkrise liegt eine gewisse Verlässlichkeit, die sich immer dann in ihrer sympathischsten Form zeigt, wenn die beiden sich über tagesaktuelle Themen auslassen oder mit unverhofften Situationen konfrontiert sind.

Ingrid und Klaus sind seit 2006 mit ihrem auf ihre eigene Art “Wochenrückblick” fester Bestandteil bei Stefan Raabs TV total.

2014 waren sie in „Hells Kitchen“ bei Frank Rosin. Klaus schaffte es mit Willenskraft und Durchhaltevermögen bis ins Finale, wo erst Starkoch Jamie Oliver seine Kochkarriere beendete. 2014 erschienen ihren beiden Songs „Rot sind die Rosen“ (gemeinsam mit Micky Krause) und die Single „Klausilein“.

Produziert wurde Klausilein von Oliver deVille und Thomas Nöhre, welche auch schon für Schäfer Heinrich, Anna-Maria Zimmermann, Chris Roberts, etc. arbeiteten.