Donnerstag, 09. Oktober 2014, 11:50 Uhr

So wurde Britenstar Luke Evans der neue Dracula

Seit letzter Woche ist ‘Dracula Untold’ mit dem britischen Star Luke Evans in den deutschen Kinos. Bildgewaltig und mit außergewöhnlichen Special Effects stößt die Neuverfilmung jenseits der von Bram Stoker aufgezeichneten Sage zu den historischen Ursprüngen des berüchtigten rumänischen Prinzen Vlad III. Draculea vor.

Es dauerte ein paar Jahre, die verschiedenen Rechte für die Geschichte zu sichern. Doch als es soweit war, lockte das Projekt ein Team hinter den Kulissen an, dessen Mitstreiter an einigen der größten Kino-Spektakel der vergangenen Jahre beteiligt waren, von „Batman Begins“, „Spider-Man“ und „Gladiator“ bis hin zu den „Herr der Ringe“- und „Harry Potter“-Filmen. Doch zunächst brauchte das Action-Abenteuer einen Regisseur, der nicht nur einen Sinn für die Feinheiten des Drehbuchs, sondern auch eine innovative visuelle Herangehensweise an das vielleicht beliebteste und meist gefürchtete Monster der Kulturgeschichte hatte.

Gary Shore, der sich bereits mit Werbeclips einen Namen als visuell beeindruckender Regisseur gemacht und einen Kurzfilm namens „Cup of Tears“ inszeniert hatte, fühlte sich bei der Lektüre des Drehbuchs sofort angesprochen. „Es war überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte“, erinnert sich Shore. „Besonders interessant fand ich an dem Skript, dass es Brücke schlug von der Legende des Pfählers zu Bram Stokers ‚Dracula’. Das hatte ich so noch nie gesehen.“

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Einen Schauspieler zu finden, der diesen Dracula mit all seinen komplexen Emotionen würde spielen und dabei auch noch all die fest in den Köpfen verankerten Vorstellungen dieser legendären Figur vergessen machen zu können – das stellte für die Filmemacher zwangsläufig eine Herausforderung dar. Als liebender Vater und hingebungsvoller Ehemann, skrupelloser Krieger und Gelehrter ist dieser Dracula nicht nur ausgesprochen vielschichtig, sondern gleichzeitig verknüpft das Drehbuch Geschichte mit Fiktion: die Überlieferungen von Vlad III. mit der Folklore einer Figur, die die verschiedensten Namen trägt… von Kaziglu Bey bis Fürst der Finsternis.

Von Beginn an war klar, dass das Produktionsteam ein unverbrauchtes Gesicht brauchte, um diese ikonische Figur zu verkörpern. Jemanden, der sich bereits als aufstrebender Newcomer etabliert hatte, aber bei dem das Publikum noch nicht automatisch bestimmte Assoziationen hatte. So wie Luke Evans, der jüngst als Bard der Bogenschütze in „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ und als Bösewicht Owen Shaw in „Fast & Furious 6“ bleibenden Eindruck hinterlassen hatte.

„Wir alle waren uns einig, dass Luke Evans in ‚Fast & Furious’ unwiderstehlich war. Mit dem Film empfahl er sich dem Studio wirklich als aufgehender Stern“, schwärmt De Luca. „Ein unverbrauchtes Gesicht war für uns auf jeden Fall die richtige Wahl. Luke konnte in diese Rolle schlüpfen, ohne dass das Publikum schon zu viele Bilder seiner letzten Rollen im Kopf hatte.“

Weil Evans, der seine Karriere auf den Bühnen Londons begonnen hatte, gerade in Neuseeland für den „Hobbit“ vor der Kamera stand, fanden viele seiner ersten Gespräche mit den Filmemachern via Skype statt. „Skype ist dieser Tage der beste Freund aller Schauspieler“, scherzt Evans trocken. „Wenn man ständig um die ganze Welt reist, ist das meistens der einzige Weg, auf dem man kommunizieren kann. So war das auch bei Gary und mir.“

„Sobald wir uns dann das erste Mal trafen, merkte ich sofort, wie viel Leidenschaft in diesem Mann steckt“, fährt der Schauspieler fort. „Er hatte seine Aufgabe unglaublich gut durchdacht. Von den Figuren über die Story bis hin zum konkreten Plot hatte er alles im Kopf. Er suchte jemanden, der genau das umsetzen konnte und dabei die gleiche Leidenschaft und die gleiche Tatkraft hatte wie er.“

Es war dieses erste Treffen in Los Angeles, das Shore davon überzeugte, Evans zu besetzen, wie er berichtet: „Sobald wir uns unterhielten, hatte ich ein gutes Gefühl, und ich wusste schnell, dass er der Figur gerecht werden würde. Er hat dieses unglaubliche Gesicht, das eine ganze Geschichte erzählen kann. Ich war schnell davon überzeugt, dass es niemanden geben würde, der die gleiche Präsenz hat wie Luke und den kriegerischen Vlad den Pfähler ebenso verkörpern könnte wie den charmanten Prinzen. Allein schon durch seine physische Erscheinung erregte er sofort meine Aufmerksamkeit.“


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Die Gestalt des Grafen Dracula ist eine der bekanntesten literarischen Figuren der Welt. Seit im Jahr 1897 der Vampirroman ‘Dracula’ des irischen Unterhaltungsschriftstellers Bram Stoker erschien, ist sie aus Literatur und Film kaum mehr wegzudenken. Besonders das Kino hat die Vampire schnell bildgewaltig für sich entdeckt – den genreeigenen Qualitäten des literarischen Originals hat dies jedoch keinen Abbruch getan. Bis heute ist Stokers Roman über den jungen Anwalt Harker und den dämonischen Untoten Dracula ein schaurig-schönes Leseerlebnis.

Fotos: Universal Pictures/Eventpress