Sonntag, 12. Oktober 2014, 13:39 Uhr

Sunnyboy Marcel Kittel: So freut er sich als "Aufsteiger des Jahres"

Am Freitagabend wurde der Radrennfahrer Marcel Kittel (26) in Leipzig bei der Verleihung des Publikums- und Medienpreises ‘Goldene Henne’ als “Aufsteiger des Jahres” gekürt. Überglücklich postete er davon dann auch ein Bild auf seiner Facebook-Seite.

Dazu schrieb Deutschlands Radsport Sunnyboy Nr.1: “Da ist die Henne. Vielen Dank für eure Unterstützung und die vielen Stimmen. Ich bin stolz auf diesen Preis! Und ich freue mich, dass ich unsere Sportart dank eurer Hilfe bei dieser Veranstaltung und vor einem großen Publikum repräsentieren durfte. Danke noch einmal. Ihr seid super!”

Doch wer ist eigentlich der sexy Sportler, der vom Nobody zum Sprintfavoriten Aufstieg und Frauen reihenweise den Kopf verdreht? Der gebürtige Thüringer war schon früh als Radrennfahrer sehr erfolgreich. 2005, mit gerade mal 17 Jahren, gewann er bereits in der Junioren-Klasse Etappen beim ‘Course des la Paix’ und der Niedersachsen-Rundfahrt. Daraufhin folgten Siege im Zeitfahren bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Salzburg und auf der belgischen Rennstrecke in Spa-Francorchamps.

Die nächsten erfolgreichen Etappen fuhr der fast 1,90m große und 80kg schwere Hüne unter anderem bei der Cottbuser Bundesliga-Etappenfahrt, beim ‘La Coupe du Président de la Ville de Grudziadz’, bei der ‘Trofeo Karlsberg’ und vor allem auch bei der ‘Tour de Lorraine’, wo er in der Gesamtwertung gewann. 2006 konnte er sich dann stolz deutscher Meister im Einzel- und im Mannschaftszeitfahren nennen.

In den Jahren 2007 bis 2010 fuhr Kittel für das ‘Thüringer Energie Team’ und wurde schon im ersten Jahr in der U-23-Klasse nationaler Meister im Zeitfahren.

Bis hierher also bereits eine unglaubliche Erfolgsgeschichte des charmanten Blondschopfes, der übrigens noch einen Bruder hat! Das ist aber noch lange nicht alles: Ab 2011 war Kittel Mitglied des Teams ‘Giant-Shimano’. Auch hier konnte er schon im ersten Jahr einen Gewinn einfahren, nämlich den Sieg in der dritten Etappe der ‘Tour de Langkawi’.

Weitere Erfolge waren unter anderem vier Etappensiege bei den ‘Vier Tagen von Dünkirchen’ und der Sieg bei dem ersten ‘ProRace Berlin’. Am Ende der Saison 2011 konnte der Herzensbrecher eine beeindruckende Anzahl von insgesamt 17 Siegen vorweisen. Damit wurde er hinter Philippe Gilbert der Fahrer mit den zweitmeisten Siegen des Jahres und seine Saison war zugleich die erfolgreichste eines ‘Neoprofis’ in der Geschichte des Radsports. Kittel ist nicht zu stoppen: 2012 gewann er 13 UCI-Rennen.

2013 war der Erfurter auf der zweiten Etappe von Paris-Nizza Sprintsieger eines World-Tour-Rennens, dann sogar bei der ersten Etappe der 100. ‘Tour de France’ in Bastia (Korsika) und trug als 14. Radsportler aus Deutschland das Gelbe Trikot. Weitere Etappensiege folgten. Auch 2014 bei der ‘Tour de France’ gewann er wieder vier Etappen und war Träger des Gelben Trikots.

Alles in allem also eine Wahnsinns-Leistung, die der sympathische Thüringer in den Jahren vollbracht hat! Verdient wurde Kittel deshalb auch schon 2013 als deutscher ‘Radsportler des Jahres’ ausgezeichnet und zum ‘Sportler des Jahres’ von Thüringen. Außerdem gewann er die Publikumswahl zum ‘Sport 1-Sportler des Jahres 2013’.

Und auch zum Thema Doping im Radsport hatt der Abräumer eine Meinung: Kittel wünscht sich ein Anti-Doping-Gesetz. Lsaut ÄAbendblstt.de’ sagt er dazu: “Das wäre schon eine große Hemmschwelle. Aber klar ist auch: Es wird immer Betrüger geben, nicht nur im Sport, auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Damit muss man umgehen.”

Kittels Hobbies sind übrigens Wassersport und Playstation (Singstar). Und das Schlimmste für alle weiblichen Fans kommt zum Schluss: Der schöne Marcel hat eine Freundin namens Kristin. (CS)

Fotos: WENN.com/Hoffmann, WENN.com, SIPAS/WENN.com, MDR/Marco Prosch