Donnerstag, 16. Oktober 2014, 18:46 Uhr

Was macht Stuckrad-Barre mit Lindenberg im Olympiastadion?

Heute Abend startet eine neue Sendereihe mit Benjamin von Stuckrad-Barre im deutschen Fernsehen. ‘Stuckrads Homestory’ geht ein bißchen wie Olli ‘Schulz in the Box’, hat aber mit Prominenten zu tun. Die Gemeinsamkeit: Der Meister der klaren Worte weiß nämlich auch nicht auf wen er trifft.

Im Sommer dieses Jahres ließ sich der Schriftsteller, Journalist und Moderator auf insgesamt sechs Blind Dates ein und das obwohl er Überraschungen hasst. Genau deshalb wird er in seiner neuen Show überrascht und in eine unbekannte Situation geworfen, auf die er sich gar nicht vorbereiten kann.

Produzent Christian Ulmen schickt seinen Freund “Stucki” zu Promis nach Hause. Und “Stucki” hat KEINE Ahnung, wen er in seiner eigenen Sendung trifft. Der Gast der Sendung wird also zum Gastgeber und kann sich vorbereiten, während der Gast, der eigentlich lieber Gastgeber wäre, also Benjamin von Stuckrad-Barre, in einem leeren, ablenkungsarmen Warteraum sitzt, sich in Geduld üben muss (ach ja, das hasst er auch), bis Christian Ulmen ihm schließlich gnädig mitteilt, wen er trifft. Die Ankündigungen setzen bei von Stuckrad-Barre unterschiedlichste Reaktionen und Emotionen frei: von “Au ja!” (Udo Lindenberg) über “Ach, warum nicht!?” (Bettina Böttinger) bis zu “Welcher ist das gleich?” (Jimi Blue Ochsenknecht).

In der heutigen Auftaktfolge trifft der Moderator Udo Lindenberg. Der legendäre Deutsch-Rocker empfängt in Berlin: Und zwar im Olympiastadion, wo er 2015 große Konzerte gibt und im “Interzombie”, wo Udo die 80er auf Rollschuhen erlebt und überlebt hat.

Über seine neue Show verriet er dem ‘Spiegel’: “Die Panne ist Prinzip. Ziel war es, eine reale Begegnung abzubilden. Das hängt mal durch – und irgendeine Nebensächlichkeit erzeugt dann plötzlich wieder Gemeinsamkeit. Mit dem Schauspieler Lars Eidinger hätte ich mich nach den sieben oder acht Stunden immer noch weiter unterhalten können. Bei Jimi Blue Ochsenknecht war das Gegenteil der Fall. Nach zehn Minuten dachte man, dass zehn Stunden vergangen sind. Der konnte mit mir nichts anfangen und ich mit ihm nichts, es ist richtig schiefgegangen und hatte gerade darin eine Richtigkeit.” Dem Blatt verriet der grandiose TV-Anarchist auf die Frage, ob deutsche Talkshows überhaupt was taugen: “Ich schaue mir auch fast alle an. Allein schon, um den aktuellen Verrottungsgrad des öffentlichen Personals zu begutachten.”

Übrigens: Fünf weitere 30-minütige Ausgaben ‘Stuckrads Homestory’ folgen jeweils donnerstags um 22.45 Uhr im rbb Fernsehen.

Fotos: rbb