Montag, 20. Oktober 2014, 20:05 Uhr

Anja Kling und Axel Stein in "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft"

Am 21. Januar 2016 bringt Sony Pictures Releasing die Verfilmung des Kinderbuch-Bestsellers  “Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft”von Sabine Ludwig auf die Kinoleinwand. Mit von der Partie sind neben Axel Stein („Nicht mein Tag“) auch Anja Kling („Hanni & Nanni“, “Der Rücktritt”), Justus von Dohnányi („Männerherzen“, “Desaster”) und viele Kinder-Darsteller – darunter auch der elfjährige Oskar Keymer, der in die Rolle des Felix schlüpft.

Die Dreharbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Für Filmredakteur Lukas Jahn Grund genug, das Set zu besuchen und mit den Darstellern über den Film zu sprechen.

Wer wird dem 11-jährigen Felix (Oskar Keymer) jemals glauben, dass er die von allen gehasste Schuldirektorin Dr. Schmitt-Gössenwein (Anja Kling) auf die Größe von 15 Zentimeter “geschrumpft” hat? Er weiß ja selbst nicht, wie das passiert ist und ob es vielleicht etwas mit dem Geist des Schulgründers (Otto Waalkes) zu tun hat? Aber das Problem hat er nun am Hals, genauer gesagt im Rucksack. Denn da steckt sie nun, die kleine Direktorin, und schimpft immer noch. Gemeinsam mit seiner Freundin Ella und gegen den Widerstand seines Rivalen Mario und dessen Vater (Justus von Dohnányi) muss er alles versuchen, um sie wieder auf ihre normale Größe zu bekommen. Wenn sie dabei doch nur nicht so nerven würde!

„Frau Dr. Schmitt-Gössenwein ist eine in sich sehr gefangene Person“, erklärt Anja Kling ihre Rolle im Interview. „Sie ist nicht in der Lage, für jemanden Liebe zu empfinden und kann sich auch nicht so wirklich vorstellen, jemals welche zu empfangen. Sie ist eine sehr schlechtgelaunte Person und kann Kinder eigentlich gar nicht leiden.“

Das genaue Gegenteil dazu spielt Axel Stein, der in die Rolle von Felix’ Vater Peter Vorndran schlüpft. „Er ist ein sehr junggebliebener, kumpelhafter Vater, der auch mal gerne einen halben Liter Wurstwasser trinkt und seinem Sohn Eis zum Frühstück serviert“, erzählt Axel Stein und gesteht: „Eigentlich ist er genau die Art Vater, die man sich als Junge in dem Alter wünscht. Seine Frau ist zudem gerade beruflich unterwegs und das bedeutet, dass zwei Männer den Haushalt führen. Das ist mehr als chaotisch – wie bei mir zuhause.“

Chaos im Haushalt, dafür aber höchste Konzentration am Filmset: Für die Szenen als „geschrumpfte“ Lehrerin muss Anja Kling vor einer Greenbox drehen. Wann die Schauspielerin was sagt und wie sie sich dabei zu bewegen hat, ist genauestens festgelegt. „Das ist alles neu für mich“, verrät Kling im Gespräch mit Lukas Jahn. „Aber auch gerade deswegen ist es ja so spannend. Wie das genau funktioniert, weiß ich noch gar nicht. Aber es wird sicher sehr aufwendig.“

Auch von den Kinder-Darstellern wird Konzentration gefordert. Axel Stein und Anja Kling vergeben Bestnote und geraten im Gespräch über die Arbeit mit ihren jungen Kollegen sogar ins Schwärmen. „Die Kinder machen sich wirklich extrem gut. Oskar Keymer, mit dem ich hauptsächlich vor der Kamera stehe, ist super sympathisch und extrem gut vorbereitet“, verrät Stein. Schauspielkollegin Anja Kling fügt hinzu: „Die sind alle – auch als Truppe – ganz toll, passen super zusammen und verstehen sich untereinander sehr gut. Womit man ja eigentlich immer rechnen muss, ist, dass Kinder dabei sind, die nach einiger Zeit einfach keinen Bock mehr haben. Das ist uns hier am Set noch nicht passiert – teilweise sind die Kinder sogar geknickt, wenn man sie nach Hause schickt, weil Drehende für den Tag ist.“

Für alle, die sich fragen, wie es sich denn so in einer Schultasche lebt, hat Anja Kling außerdem die Antwort gefunden: „Ganz gut! Da ist ganz viel Kaugummi drin – und viele Bücher“, erklärt die Schauspielerin. „Man muss ein bisschen vorsichtig sein mit dem Kopf, aber sonst ist es ganz schön. Ich meine, man wird getragen – wann hat man das schon?“

Fotos: SonyPictures