Montag, 20. Oktober 2014, 18:56 Uhr

Peter Plate über Burnout und Rosenstolz - Neues Album in dieser Woche

Peter Plate (47), der männliche Part des Pop-Duos ‘Rosenstolz’, verkündete im Dezember 2012, dass er sich von der Bühne zurückziehen müsse. Der Grund: Burnout. Im Interview mit der Kölner Zeitung ‘Express’ hat der Songwriter erzählt, wie er sich nach der Diagnose gefühlt hat, welche Ängste ihn bewegt haben und ob ein Comeback der Band mit der Sängerin AnNa R. (44) möglich ist.

‘Rosenstolz’ wurde 1991 in Berlin gegründet und gilt bis heute als erfolgreichstes Pop-Duo Deutschlands. Im Dezember 2012 gab die Band dann für viele überraschend bekannt, eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegen zu wollen. Aufgrund seines Burnouts konnte Plate nicht mehr auftreten.

Jetzt hat er erklärt, was er nach dem (vorläufigen?) Abschied aus ‘Rosenstolz’ empfand: “Das tat weh, es war wie das Ende einer großen Liebe. Dazu kamen alle Ängste und Unsicherheiten: ‘Wer bin ich ohne Rosenstolz’?’ Rosenstolz hatte mein ganzes Berufsleben ausgemacht. Ich wusste plötzlich nicht, wie, oder ob es überhaupt weiter- geht. Ich wusste nicht, ob ich noch Jobs bekomme, und wenn, ob ich von denen leben kann. Gleichzeitig stellte sich aber eine Aufbruchsstimmung ein, dieses gute Gefühl, noch mal neu anfangen zu können.”

Nach der Burnout-Diagnose war der Songwriter entschlossen, etwas an seinem Leben zu ändern: “Jetzt bin ich total dankbar, dass mir das passiert ist, weil ich so die Chance hatte, mein Leben noch mal umzustellen. Ich habe die Reset-Taste gedrückt und neu begonnen.” Langsam hat sich der ‘Rosenstolz’-Star damit wieder ins Leben zurückgekämpft und es gibt bereits neue Projekte.

In dieser Woche erscheint das Album mit dem Soundtrack zur Kino-Komödie ‘Coming In’, in der sich Kostja Ullmann als schwuler Friseur in eine unscheinbare Friseurin mitten aus dem Kreuzberger Kiez verliebt. Geschrieben und produziert wurden sämtliche Songs von Peter Plate und seinem langjährigen musiklaischen Partner Ulf Sommer.

Chris Schummert von ‘The Voice Of Germany’ hat die meisten Songs eingesungen. Mit ‘Anything goes’ präsentiert Chris Schummert den nächsten Song aus dem Film, der am Donnerstag in dioe Kinos kommt. Es nicht nur einfach ein Song, sondern DER Track aus dem Film, der das große Happy End einläutet. Melancholisch schön und anrührend.

Das Video zu “Anything goes” wurde von Marco Kreuzpaintner gedreht. Der Regisseur von „Coming In“ war von den Songs, die für den Film geschrieben wurden, so begeistert, dass sogar eine Video-Trilogie entstanden ist, die er unbedingt selbst drehen wollte.

Und noch eine gute Nachricht für alle ‘Rosenstolz’-Fans, denn Plate kann sich auf jeden Fall wieder vorstellen, mit AnNa R. auf der Bühne zu stehen, “aber erst in dem Moment, in dem AnNa und ich es wirklich wollen und wieder Lust drauf haben”. (CS)

Foto: WENN.com