Dienstag, 21. Oktober 2014, 14:10 Uhr

Daniela Katzenberger plaudert über ihre neue "Weiberkram"-Doku

Für ihren Haussender VOX begibt sich die schlagfertige “Katze” in ihrer neuen Doku-Serie ‘Daniela Katzenberger – natürlich schön’ ab heute Abend auf die Suche nach der wahren Schönheit – und das weltweit. Dabei scheut sie keine Eigenexperimente und wird feststellen, dass selbst sie ihr Beauty-Wissen noch erweitern kann. Im Gespräch mit VOX plauderte die 27-Jährige über ihre neue Show.

Du hast dir während deiner Weltreise viele Beauty-Geheimnisse angeschaut – welches Beauty-Geheimnis hat dir dabei am besten gefallen?
Das Gesichts-Yoga hat mir auf jeden Fall am besten gefallen. Viele machen natürlich Yoga, um ihren Körper zu straffen und weil es gesund ist und auch unheimlich toll aussieht – aber viele vergessen ihr Gesicht! Die schmieren sich dann teure Cremes ins Gesicht, aber die helfen nichts. Ein Gesicht besteht ja nur aus Muskeln und dass man die nie trainiert, das war selbst mir neu. Das habe ich dann gemacht und ich hatte bestimmt drei Tage danach noch extremen Muskelkater. Man kriegt damit ein Doppelkinn weg und Augenringe – da hilft dir keine Creme!

Hat dich dieses Beauty-Geheimnis auch am meisten überrascht oder gab es noch andere, von denen du vorher noch nichts gehört hattest?
Von einer Brustvergrößerungs-Hypnose zum Beispiel habe ich vorher noch nie gehört! Das fand ich sehr bizarr. Da beschäftigt sich ein Therapeut eine Stunde lang mit deiner Oberweite und versucht das überschüssige Fett an Stellen, die du nicht magst, zu verschieben. Wenn du also bewusst sagst, dass du deinen Po nicht magst, weil er zu dick ist, dann versucht er, dass du selbst mental dein Po-Fett in deine Brüste hoch katapultierst. Das war sehr witzig. Aber man muss schon arg dran glauben, denn das Unterbewusstsein spielt ja auch immer eine Rolle.

Würdest du von den neuen Beauty-Tricks, die du kennengelernt hast, jetzt einige nochmal anwenden?
Ich mache jeden Tag drei Minuten Gesichts-Yoga! Es gibt schon so zwei, drei Übungen, die man machen kann. Die erkläre ich auch in der Sendung nochmal und bei denen denke ich auch, dass die gegen Augenringe oder ein Doppelkinn helfen. Natürlich sind auch die ganzen Produkte aus Asien sehr toll. Es gibt ganz viele Masken in Asien, die aussehen wie Straps-Strümpfe. Das sind also ganz hübsche Masken, und die legt man sich auf das Gesicht. Die sehen ganz schick aus, ich würde sogar auch damit rausgehen wollen. Die Asiaten machen also ganz merkwürdige Sachen, die aber auch echt cool sind.

Es gibt ja das Sprichwort: „Wer schön sein will, muss leiden“ – gab es Beauty-Tricks, die besonders schmerzhaft waren?
Ja, ich habe ja einen Body-Wrap gemacht in Österreich. Da wird man erstmal um, ich sag mal, 20 Zentimeter „weggequetscht“. Alles, was eine Figur eigentlich ausmacht, zum Beispiel ein Po oder ein Oberschenkel, wird bis zum Knochen runtergedrückt und einwickelt. Es ist so stramm gewickelt, dass man sich nicht knien oder beugen kann, man kann also kaum laufen damit. Diese Methode verspricht dann insgesamt 10 Zentimeter weniger– aber es war schon sehr schmerzhaft. Man muss dann damit eigentlich auch Sport machen, zum Beispiel Tanzen oder Trampolinspringen. Außerdem wurde ich auch einmal von einer sehr netten asiatischen Frau vermöbelt im Gesicht. Die hat eine „Klatsch-Methode“ gemacht und schlägt dir richtig ins Gesicht. Ich wurde noch nie so zusammengeschlagen von jemandem und das Ganze wurde auch noch als Schönheitsritual verpackt.

Was kann sich der Zuschauer von der Sendung versprechen, wenn er einschaltet?
Jede Menge Weiberkram! Jede Menge Dinge, die Frauen, glaube ich, unheimlich interessiert, aber Männer auch. Ich habe das bei meinem Freund gemerkt – der gibt es ja nicht so gerne zu – aber der probiert auch unheimlich gerne Gesichtsmasken aus. Männer mögen das auch, wenn sie schön und gepflegt aussehen oder wenn sie eingeschmiert werden. Allgemein gilt es ja nicht unbedingt als männlich, aber Männer sind in dem Bereich unheimlich im Kommen, was das betrifft.

Du hast viele Länder bereist – hattest du den Eindruck, dass es einen bestimmten Kontinent gibt, auf dem das Thema Schönheit einen besonders hohen Stellenwert hatte?
In Asien ist man wirklich bereit unheimliche Schmerzen auf sich zu nehmen. Ich muss auch sagen, dass die Schönheits-OPs dort viel billiger sind als hier in Europa. Die gehen Einkaufen, zum Zahnarzt, lassen sich dann schnell ihr Augenlid operieren und sind dabei wach und lesen Zeitung. Die lassen sich was rausreißen, zusammenschnüren, abschneiden und hin montieren – die sind da echt krass.

Du kanntest dich selbst schon vor deiner Weltreise mit dem Thema Schönheit und mit Beauty-Tricks sehr gut aus. Konntest du den anderen Menschen auf deinen Reisen eigene Schönheits-Tipps mitbringen oder weitergeben?
Bei den Leuten vom Himba-Stamm in Afrika war es ganz interessant, weil sie ja so leben, wie vor 200 oder 300 Jahren. Die haben so etwas wie bunte Fingernägel noch nie gesehen. Ich habe auch einer Himba-Frau künstliche Wimpern draufgeklebt. Die kennen also ganz einfache Sachen nicht, wie Push-Up-BHs oder Highheels, die für uns Frauen in Deutschland ganz normal sind. Die Frauen leben da in Blechhütten und haben nur das Nötigste zur Verfügung, um sich schön zu machen. Aber: Jede Frau auf der Welt macht sich schön! Ganz egal, welche Mittel ihr dafür zur Verfügung stehen.

Fotos: VOX/Sven Kaesling