Donnerstag, 23. Oktober 2014, 19:56 Uhr

Daniel Aminati über seine schwierige Kindheit und 500.000 Euro

‘taff’-Moderator Daniel Aminati (41) hat den Charity-Song “Die letzten unserer Art” aufgenommen, um Kindern in Kriegs- und Krisengebieten zu helfen. Das berichet die Münchener Illustrierte ‘Bunte’. Im Interview sprach er jetzt über den Grund für dieses Engagement und seine eigenen Erfahrungen in der Kindheit.

Der Ex-‘Bed & Breakfast’-Sänger erzählte, dass er auf seiner Facebook-Seite von Fans zahlreiche Anfragen bekam, etwas gegen das derzeitige Elend in den Kriegs- und Krisengebieten zu tun. Als ihm dann jemand ein Foto eines vierjährigen Jungen schickte, der erhängt worden war, weil seine Eltern einen anderen Glauben hatten, schockierte ihn das so sehr, dass er die Idee für den Charity-Song hatte. Das Lied “Die letzten unserer Art” kann bei allen Online-Plattformen für 99 Cent heruntergeladen werden.

Er selbst habe sich dabei ein Ziel gesetzt: “Ich werde […] so lange Songs produzieren und den Erlös des Verkaufs spenden, bis ich die Summe von 500.000 Euro zusammen habe. Vorher höre ich garantiert nicht auf.” Das eingespielte Geld soll dabei zum Großteil an die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” gehen. Auch Aminati selbst hatte nicht gerade eine unbeschwerte Kindheit, wie er im Interview mit ‘Bunte’ weiter erzählte. Sein Vater, ein Ghanese, habe nicht nur seine Mutter geschlagen, sondern auch ihn und seine drei Schwestern regelmäßig verprügelt.

Als er schließlich sechs Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Doch seine Mutter war alleine mit den vier Kindern überfordert. Schon früh übernahm er daher die Rolle des Familienoberhauptes und benahm sich dabei genauso aggressiv, wie es sein Vater ihm gegenüber getan hatte. Einen richtigen Beruf erlernte er nicht, verdiente sich stattdessen als Backgroundtänzer bei verschiedenen Bands ein wenig Geld. Mit 20 Jahren wurde er Leadsänger der erste deutschen Boygroup ‘Bed & Breakfast’. Nach deren Auflösung zwei Jahre später folgte dann der Absturz und als Konsequenz eine Menge Schulden. Aminati hat sich aber glücklicherweise wieder zurückgekämpft. Seit fünf Jahren moderiert er nun schon das Boulevardmagazin ‘taff’ und hat mittlerweile eine große Fangemeinde. (CS)

Foto: WENN.com