Samstag, 25. Oktober 2014, 13:54 Uhr

Chris Schummert: Das Albumdebüt des "The Voice"-Zweiten ist ein Soundtrack

Chris Schummert (21) belegte letztes Jahr bei ‚The Voice of Germany‘ einen beachtlichen zweiten Platz und steht nun mit seinem Debütalbum in den Startlöchern. Doch dabei handelt es sich nicht um ein ganz normales erstes Album eines Newcomers, sondern es ist gleichzeitig der Soundtrack zum Film ‚Coming In‘ mit Kostja Ullmann und Aylin Tezel in den Hauptrollen und eine Zusammenarbeit mit Peter Plate und Ulf Sommer, den Masterminds hinter Rosenstolz.

klatsch-tratsch.de sprach mit Chris Schummert über sein Erstlingswerk.

Dein erstes Album, auf dem auch Maxine Kazis (Foto unten) singt, ist gleichzeitig eine sehr interessante Zusammenarbeit. Wie ist es überhaupt dazu gekommen, schließlich bist du ein Castingshow-Teilnehmer und absoluter Newcomer?
Der Sidecoach von Samu Haber hatte nach der Show noch weiter mit mir zusammen gearbeitet. Zur damaligen Zeit war ich gerade im Praktikum und habe einen Anruf von ihm bekommen und er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, Filmmusik zu machen. Dann wurde ich nach Berlin eingeladen und wir haben uns zusammengesetzt. Ich wusste gar nicht wer alles zu dem Treffen kommen sollte und völlig überraschend kam Peter Plate herein. Wir sind dann direkt ins Studio und haben etwas eingesungen und er meinte sofort, dass er von meiner Stimme total begeistert wäre. Für mich war das natürlich eine ganz große Ehre, da er sagte, er will das Projekt mit mir machen.

Weißt du eigentlich, wie Peter Plate genau auf dich gekommen ist? Hatte er dich bei ‚The Voice‘ entdeckt?
Das ging über eine Agentur, die mit dem Sidecoach zusammenarbeitete. Peter Plate und Ulf Sommer hatten bei dieser Agentur nachgefragt, ob die eventuell einen Sänger kennen würden, der diese Kriterien erfüllte. So wurde ich vorgeschlagen und so kam auch der Kontakt zustande.

Die Songtexte sind direkt auf den neuen Film ‚Coming In‘ zugeschnitten, hattest du die Möglichkeit dir den Film anzuschauen, um dich darauf vorzubereiten?
Es gab eine Preview, da hatte ich die Gelegenheit den Film zu sehen. Filmmusik ist immer sehr wichtiger, aber dann plötzlich seine eigene Stimme zu hören, macht es nicht mehr so mystisch, weil ich ja dann weiß, wer dahinter steckt. Aber für mich ist es einfach unfassbar dazusitzen und mich selbst darin zu hören.

Mehr zum Thema: “Coming In”: Alles über Kostja Ullmann als gebeutelter Starfriseur

Hattest du irgendwelche musikalischen Pläne, bevor Peter Plate und Ulf Sommer auf dich zukamen?
Dadurch, dass ich noch nach der Castingshow den Sidecoach an meiner Seite hatte, hatte ich immer jemanden, der nachgehakt und sich auch für mich ein wenig auf die Suche begeben hat. Dennoch ist es so, dass ich nur noch ein Jahr studieren muss, bis ich meinen Bachelor in der Tasche habe und mir gesagt habe, ich möchte auf jeden Fall das Studium beenden. Denn wir wissen alle, das Musikgeschäft ist extrem hart. Da hat vieles auch mit Glück zu tun. Ich habe natürlich schon viel Glück gehabt. Dennoch möchte ich meinen Abschluss machen und gucke dann weiter, was noch so kommt.

Als kannst du schon von dir behaupten, ‚The Voice‘ hat dir etwas gebracht, auch wenn du nicht als Sieger hervor gegangen bist?
Ja, sogar mehr, würde ich sagen. Ich meine, der Sieger kommt direkt zu ‚Universal Music‘, das ist natürlich noch einmal eine ganz andere Stufe. Trotzdem ist es so, dass ich als Zweiter auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen bin. Denn man merkt schnell, das war alles nicht wirklich die Realität. Man fängt wieder ganz von vorne an und das ist sehr schön, weil man sieht, wie man sich entwickeln kann. Die Zeit war sehr prägend.

Was kannst du über dein Album und die Songs erzählen?
Es gibt drei Songs die man auf jeden Fall erwähnen sollte. Das sind zum einen zwei Balladen, die auch im Trailer zu hören sind. Zum einen ‚Something Beautiful‘ und ‚Anything goes‘ und natürlich ‚Dancing with Sharks‘ die erste Single, die ja nun jetzt auch schon draußen ist. Wir haben geschaut, dass eine gewisse Mischung entsteht, die zum Film passt. Durch die Balladen, kommen die Emotionen im Film noch viel stärker herüber.

Als ehemaliger ‚The Voice‘ Teilnehmer sieht man sich die neuen Folgen der aktuellen Staffel überhaupt noch an oder hast du damit abgeschlossen?
Ja, ich schaue das tatsächlich. Ich war sogar im Studio und habe mir die Blind Auditions angesehen. Ich wollte natürlich auch die alten Leute und Kollegen wiedertreffen. Ich wollte auch diesen Dreiklang mit erleben. Ich hab schon als Zuschauer in der Show gesessen ohne zu wissen wie es ist, dann habe ich als Teilnehmer mitgemacht und nun als ehemaliger Teilnehmer im Publikum gesessen. Ich weiß wie sich die Menschen fühlen, wenn sie auf die Bühne gehen.

Fotos: WENNM.com/Hoffmann, AEDT/WENN.com