Montag, 27. Oktober 2014, 13:33 Uhr

Oliver Bierhoff schwer genervt von der Selfie-Kultur der Nationalelf?

Oliver Bierhoff, Teammanager der deutschen Fußballnationalmannschaft zeigte sich genervt von der Generation Selfie, insbesondere unter den Spielern des DFB.”Mir gehen diese Mitteilungen von Banalitäten und auch Selfies teilweise auf den Keks“, sagte der 46-Jährige im Gespräch mit der ‚Welt am Sonntag‘.

„Heute sitzen manchmal sechs Spieler an einem Tisch und jeder ist mit seinem Smartphone beschäftigt“, beklagt der ehemalige Nationalspieler und reißt somit diese überall zu beobachtende Unsitte an. Laut Bierhoff sollte man sich schon mal fragen, „wie frei man sich eigentlich fühlt, wenn man jeden Tag aus seinem Urlaub etwas postet. Warum muss ich der Welt mitteilen, wie gut es mir geht, wie cool alles ist. Das hat doch manchmal nichts mehr mit dem normalen Leben zu tun, da werden Traumwelten kreiert.“

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Trotz seiner Kritik wisse er um “die wirtschaftlichen Faktoren oder den informellen Charakter.“ Beim DFB würden die sozialen Medien ja auch genutzt, „um zu informieren oder bestimmte Botschaften zu verbreiten.“ Man müsse viel verantwortungsbewußter damit umgehen, so der Teammanager weiter, weist aber auf einen Widerspruch hin: “Einerseits lassen wir keinen Fotografen in die Kabine, andererseits landen dann Fotos von Spielern im Netz. Ich denke, man kann das nicht aufhalten.

Foto: WENN.com, Instagram