Donnerstag, 30. Oktober 2014, 18:39 Uhr

Evy: Die Ex-Popstars-Gewinnerin startet neu durch

2012 startete die Mutter aller Castingshows ‚Popstars‘ mit ihrer zehnten Staffel einen neuen Versuch, eine erfolgreiche Popband ins Lebens zu rufen. Das Ergebnis Melouria hielt sich nur wenige Monate ohne nennenswerten Charterfolg. Steffi, einziges weibliches Mitglied, versuchte sich danach in einem Duo namens Prototype, doch auch dieser scheiterte ohne Release. Seit kurzem ist Steffi zurück, mit neuem Styling und neuem Namen und hofft, dass diesmal der große Durchbruch gelingt. klatsch-tratsch.de sprach mit der Sängerin über das neue Musikprojekt.

Warum wurde aus Steffi nun Evy?
Ja, mich gibt es nicht mehr als Steffi. Ich bin quasi wie ein frisch geschlüpftes Küken neu geboren und habe mir den Namen Evy gegeben. Und jetzt mal ganz ehrlich! Bei Steffi Graf denkt jeder sofort an die Tennislegende und nicht an mich. Außerdem passt mein Name auch nicht wirklich zu meiner Musik und deswegen musste ein Künstlername her. Mit zweitem Namen heiße ich Evelyn und meine Freunde haben mich früher Evy genannt. Bevor ich mir jetzt einen Namen wie z.B. „Lady Gaga“ gebe, was im Ausland super funktioniert, aber in Deutschland sicherlich belächelt werden würde, bleib ich mir mit Evy treu. Kurz, kess und einprägsam.

Was kannst du uns über dein neues Projekt erzählen?
Nach zwei Jahren Arbeit, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen, habe ich zusammen mit meinem Team den Grundstein für meine Karriere als Solosängerin gelegt. Meine Debütsingle “Prototype” ist seit dem 26. September im Handel. Ich habe mich endlich gefunden und kann jetzt das machen, was ich auch wirklich will!

Welche Musikrichtung strebst du in der Zukunft an?
Ich privat habe einen breit gefächerten Musikgeschmack. Mein Herz schlägt jedoch für die Pop und RnB-Musik. In diese Richtung gehen auch meine Songs, wobei ich immer versuche meinen eigenen Sound nie zu verlieren und immer offen für fremde Musikeinflüsse bleibe.

Mit wem arbeitest du musikalisch zusammen?
Meine erste Single ist in Zusammenarbeit mit der süßen Schnecke Kitty Kat und Dirty Dasmo entstanden. Neben meiner Debütsingle habe ich auch schon weitere Songs in Berlin aufgenommen. Ich bin überglücklich über diese Zusammenarbeit! Die Tage und Nächte im Tonstudio waren einfach nur genial!

Warum hast du dich jetzt dafür entschieden, doch solo Musik zu machen?
Anfangs dachte ich, dass mein Talent in einer Band am optimalsten aufgehoben wäre. Ich habe mich aber in dieser Zeit und nach mehreren Projekten eindeutig als Solokünstlerin gefunden. Ich kann jetzt alles bestimmen und mich kann jetzt niemand mehr ausbremsen. Das ist der richtige Weg für mich! Manchmal kommt man nur über Umwege im Ziel an.

Was hast du die letzten Monate über gemacht? Wolltest du nicht eigentlich ursprünglich studieren?
Ich bin bereits im 3. Semester! Was viele nicht wissen, ich studiere an der streng katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, am Wochenende stehe ich dann im sexy Outfit auf der Bühne. Ein krasser Kontrast für mich. Ich kann nicht nur süß, sondern auch sexy! Meine Uni-Dozenten haben sich meinen Videoclip zu ‚Prototype’ angeschaut und mich gefragt: ‚Bist du das wirklich?’. Das Feedback war aber durchweg positiv und sie fanden meinen Song und das Video qualitativ hochwertig, das hat mich stolz gemacht.

Nach deinen Erfahrungen bei Popstars wäre da eine weitere Castingsendung für dich in Frage gekommen?
Popstars war eine wunderschöne Zeit. Dennoch kann ich mir zu dem jetzigen Zeitpunkt eine weitere Teilnahme nicht vorstellen. Popstars war eine Art Sprungbrett in das Musikbusiness und jetzt möchte ich es ohne Show schaffen.

Hast du zu den anderen ehemaligen Melouria-Bandmitgliedern noch Kontakt und weißt du was die gerade tun?
Nein, ich habe keinen Kontakt zu meiner ehemaligen Band. Daher weiß ich auch nicht was sie im Moment, sei es musikalisch oder beruflich, machen.

Was hast du in den letzten zwei Jahren aus dem Musikbuisiness für dich lernen können?
In den letzten Jahren lernte ich durch positive und negative persönliche Erfahrungen, dass es im Musikbusiness Menschen dieser Art und Menschen jener Art gibt. Man entwickelt recht schnell die bekannte “harte Schale”, um sich gegen Enttäuschungen zu wappnen. Wenn man die Regeln kennt, lässt sich das Spiel ganz gut spielen und eine Portion Glück gehört zu jeden Spiel dazu. Die wichtigste Regel für mich ist jedoch: “Break The Rules”. Sei frech, wild und wunderbar.

Welche Fehler denkst du hast du/bzw ihr damals bezüglich Melouria gemacht?
Wenn ich heute zurückdenke, habe ich damals keine Fehler gemacht. Das Konzept hat einfach nicht funktioniert. Ob eine andere Konstellation besser funktioniert hätte, möchte ich im Raum stehen lassen. Im Endeffekt waren es allesamt gute Musiker, die nur schlecht vermarktet wurden.

Fotos: Larissa Skrebneva