Mittwoch, 12. November 2014, 13:55 Uhr

Tod von Joan Rivers war angeblich Resultat vieler Klinik-Fehler

US-Entertainerin Joan Rivers verstarb – wie berichtet – am 4. September mit 81 Jahren bei einer routinemäßigen Stimmband-Operation. Wie die Zeitung ‘USA Today’ meldet, ergab eine Untersuchung der New Yorker Gesundheitsbehörde, deren Ergebnisse am Montag veröffentlicht wurden, dass die Klinik, die Rivers operierte, dabei zahlreiche Fehler gemacht hat.

Nach dem Bericht der Behörde habe die US-Komikerin beispielsweise eine viel zu hohe Dosis des Narkosemittels Propofols erhalten. Das resultierte daraus, dass die Mitarbeiter der Klinik angeblich versäumt hätten, Rivers vor der Operation zu wiegen. Nur so könne aber die korrekte Dosis bestimmt werden. Zudem habe die ehemalige Moderatorin der US-Show ‘Fashion Police’ nicht alle notwendigen Einverständniserklärungen für die Behandlung unterschrieben. Die Behörde wirft den operierenden Ärzten weiter vor, nicht rechtzeitig gemerkt zu haben, dass es ihrer Patientin auf dem OP-Tisch immer schlechter ging und sie nicht genug Sauerstoff bekam. Der Höhepunkt von allem: Während Rivers unter Narkose stand, machte – wie berichtet – ein Arzt ein Selfie mit der Entertainerin.

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Die Tochter der US-Komikerin, Melissa Rivers (46) hat jetzt durch ihren Anwalt verkünden lassen, dass sie “schockiert über das Fehlverhalten [der Klinik] vor, während und nach dem Eingriff” sei. Ihre Mutter war aufgrund des Sauerstoffmangels während der Operation und des daraus resultierenden Hirnschadens ins Koma gefallen und eine Woche danach verstorben. Im September meldete die Klinik noch fälschlicherweise, dass die Ursache von Rivers Tod ein Atemstillstand während der Stimmband-Operation war. Wie die Tochter der berühmten US-Komikerin weiter durch ihren Anwalt verkünden ließ, möchte sie sich jetzt dafür einsetzen, dass die Dinge, die mit ihrer Mutter geschehen sind, in Zukunft keinem anderen Patienten mehr passieren. (CS)

Foto: WENN.com