Montag, 01. Dezember 2014, 13:23 Uhr

Celeb photo leak 2014: Kann uns Normalos das eigentlich auch passieren?

Das Jahr 2014 brachte speziell für einige prominente Frauen, im wahrsten Sinn des Wortes, nackte Tatsachen in die Öffentlichkeit. Ende August wurden der Öffentlichkeit erstmalig auf der Website 4chan Fotos zum Verkauf angeboten, die vornehmlich weibliche Hollywood-Ladies halb- oder ganz nackt zeigten.

Celeb photo leak 2014: Kann uns Normalos das eigentlich auch passieren?

Ob als Selfies, vom Partner oder der schnellen Romanze fotografiert, anscheinend sind diese Art der Fotografie auch unter den Promis sehr beliebt, denn sie sind zahlreich vorhanden.

Hackern gelang es, den Zugang zu diesen Fotodateien zu knacken. Sie bedienten sich an Nackt- sowie teils unmoralischen Bildern der Promi-Damen und sorgten dafür, dass diese veröffentlicht wurden. Bisher folgten bis Anfang Oktober zwei weitere Hackerattacken überwiegend auf die Smartphones von Prominenten und es ist ungewiss, ob weitere folgen werden. Diese Aktionen lösten Empörung unter den meist international bekannten Damen aus, aber wer glaubt, das könne nur diesen Damen passieren, der irrt.

Hollywood-Überfliegerin Jennifer Lawrence, Rihanna, Jenny McCarthy, Kate Upton, Avril Lavigne und auch TV-Star und Sohn der Wrestling Legende Hulk Hogan, Nick, sind nur ein Bruchteil der Opfer dieser peinlichen Aktion. Fast alle Betroffenen nutzten den iCloud-Dienst und speicherten dort ihre Fotos. Die iCloud ist ein Online-Dienst, der ursprünglich für das iPhone entwickelt wurde, aber mittlerweile auch für Android-User nutzbar ist. Da iCloud ein Server ist, auf den von jedem beliebigen Gerät mit Internetzugang und jeweiligen Zugangsdaten zugegriffen werden kann, bietet dies ein hohes Gefahrenpotenzial des Datendiebstahls von außerhalb.

Celeb photo leak 2014: Kann uns Normalos das eigentlich auch passieren?
Dies betrifft nicht nur prominente Personen, sondern jeden, denn die Gründe für den unerlaubten Zugriff können unterschiedlich sein. Gespeicherte Unternehmensdaten können für Konkurrenzbetriebe informativ sein, mit Nacktfotos einer verschmähten Liebe könnte der Ex-Freund sich rächen wollen. Aber auch Erpressungen aufgrund von Fotos von Seitensprüngen sind für manch einen das Motiv, welches die Cloudserver für Dritte interessant machen könnte.

Damit steht fest, dass jeder Nutzer gefährdet ist, Opfer von Hackern zu werden und das empfindliche Daten beziehungsweise Fotos missbraucht werden könnten. Auf einen zuverlässigen Schutz sollte dementsprechend nicht verzichtet werden.

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Um an die Zugangsdaten zu gelangen, wird sich meist des Phishings bedient. Dabei werden Webseiten kopiert oder gefälscht, die beim Anklicken im Hintergrund Apps auf das Smartphone setzen. Durch diese können dann beim nächsten iCloud-Zugang die Zugangsdaten ausgespäht werden. Auch das bewusste Herunterladen von Apps, deren Herkunft nicht eindeutig ist, birgt Gefahren in sich. Diese können eine Schadsoftware beinhalten, die Eingaben für andere sichtbar werden lassen.


Hier sollten Nutzer generell immer auf die Seriosität eines Anbieters achten. Zertifikate und Gütesiegel sind Merkmale, die Websites eine Seriosität verleihen.

Als einen zuverlässigen Schutz ist eine hochwertige Anti-Virus-Software empfehlenswert, die jeden Angriff insbesondere auf ein Android Smartphone verhindert. Die Auswahl an Anti-Virus-Software ist zwar umfangreich, aber kaum jemand findet sich im Dschungel der Angebote zurecht. Abhilfe leisten unabhängige Testportale die mit verschiedensten Bewertungsmetriken einen Sieger bestimmten. Als Empfehlenswert wird auf vielen Plattformen der Bitdefender erwähnt. Mit einem besseren Schutz und ein wenig mehr Vorsicht wäre es vermutlich nie zum Celeb photo leak 2014 gekommen. Ob die Starts in Zukunft aus Ihren Fehlern lernen ist jedoch weiterhin fraglich, da bei vielen die Veröffentlichung von Intimfotos nur zu PR-Zwecken inszeniert wird, rückt der nächste photo leak wohl nicht in weite Ferne. (KTAD)

Fotos: Fotolia/WENN.com