Dienstag, 02. Dezember 2014, 20:23 Uhr

Das hier sind die Top 10 der Trauerhits 2014: Vom Tod keine Spur

Ob Frank Sinatra, Elton John oder John Legend, das Thema Tod verschwindet zunehmend aus den Trauerliedern und macht Platz für eine individuelle musikalische Hommage, die Leben und Charakter des Verstorbenen widerspiegelt. So verwundert es nicht, dass sich in der” Top Ten der Trauerhits 2014″ Titel unterschiedlichster Genres, Stimmungen und Jahrzehnte wiederfinden. Wichtig sind für die Hinterbliebenen allein die Aussagekraft des Liedes und seine persönliche Bedeutung für den Verstorbenen.

Für die aktuelle Erhebung der Trauerhits hat das Informationsportal Bestattungen.de  auch in diesem Jahr wieder Bestatter und Angehörige zu den meistgespielten Songs auf Beerdigungen befragt. Dabei erstmalig auf Platz eins: Frank Sinatras unsterblicher Klassiker ‘My Way’. Eine zeitloses Lied, das schon textlich wie kein zweiter Titel für den Trend weg von konventionellen Trauerliedern, hin zum Ehren der einzigartigen Persönlichkeit des Verstorbenen und seines individuellen Lebensweges steht.

Wenig überraschend ist in diesem Zusammenhang auch der Top Ten Wiedereinstieg von Elton Johns ‘Candle In The Wind’, welches 1997 eigens für die Trauerfeier seiner engen Freundin Prinzessin Diana umgetextet wurde. Ein Lied so persönlich, dass der Musiker sich bis heute weigert, diese Fassung ein weiteres Mal live zu spielen – zu schmerzhaft seien die damit verbundenen Emotionen für ihn.

Der Newcomer des Jahres hingegen ist der neunfache Grammy Gewinner John Legend, der seiner Freundin in ‘All Of Me’ eindrucksvoll ewige Liebe schwört. Diese zärtliche Ballade spricht vielen Angehörigen aus der Seele und findet die richtigen Worte für die letzte Liebeserklärung.

Ob Franz Schuberts klassisches Meisterwerk ‘Ave Maria’, rockiges von Bob Dylan oder große Pop-Balladen wie Whitney Houstons ‘I Will Always Love You’ und Sarah Brightmans ‘Time To Say Goodbye’, deutlich zeigt sich, dass Genregrenzen bei der Wahl der meistgespielten Trauerlieder keinerlei Bedeutung haben. Im Vordergrund stehen das persönliche Gedenken an den Verstorbenen und der Ausdruck der Gefühle der Hinterbliebenen gegenüber diesem.

Die Experten von Bestattungen.de beobachten schon seit Jahren den Trend hin zu immer mehr zeitgenössischer und individueller Musik auf Beerdigungen. „Die Musik soll die Gefühle, aber auch den Schmerz ausdrücken, den wir in Zeiten der Trauer nicht in Worte fassen können“, sagt Fabian Schaaf-Mehta, Geschäftsführer von Bestattungen.de. „Sie ist ein enorm wichtiger Teil der Trauerarbeit.

Das Thema Tod selbst, spielt dabei in den Texten oftmals keine Rolle mehr. Wichtig ist vielmehr, dass das Stück zu dem Verstorbenen passt“, so Schaaf-Mehta weiter. Erlaubt ist dabei was gefällt, Tabus gibt es so gut wie keine mehr. Ob ‘Highway To Hell’ von AC/DC oder Eric Idles ‘Always Look On The Bright Side Of Life’, Trauerlieder sind heutzutage so individuell und verschieden wie die Menschen selbst.

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