Donnerstag, 04. Dezember 2014, 21:08 Uhr

Rumer: So exquisit klingt die Balladen-Königin auf ihrem neuen Album

Rumer veröffentlicht am 13. Februar 2015 ihr neues Album “Into Colour” in Deutschland. Im heimischen Großbritannien stieg das Album bereits auf Platz 12 der Charts ein und erhält begeisterte Kritiken. So urteilt The Sunday Times: “Tief ergreifende Balladenkunst. Sensationell.”

“Into Colour” ist das dritte Album der 35-Jährigen. Nachdem das letzte Album “Boys Don’t Cry” (2012) komplett aus Coversongs bestand, enthält das neue Werk durchweg eigene Kompositionen, die Einflüsse von Burt Bacharach, 70er Jahre-Philly-Grooves und Discosounds verarbeiten.

Das Musikvideo zur Single “Dangerous” gibt es hier zu sehen. Das neue Album ist die Fortsetzung ihrer ganz persönlichen Reise, die ein bisschen anmutet, wie ein romantischer Roman oder eine Novelle von Charles Dickens!

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Sarah Joyce, so Rumers eigentlicher Name, wurde 1979 im Norden von Islamabad geboren, wo ihr vermeintlich leiblicher Vater, ein britischer Ingenieur, am Bau der nahe gelegenen Tarbela-Talsperre mitarbeitete – erst später fand sie heraus, dass ihr wirklicher Vater der pakistanische Koch der Familie war.

In ihren zwanziger Jahren spielte sie in einer ganzen Reihe von Bands und hatte nebenbei unterschiedliche Service-Jobs, bis sie sich nach dem Tod ihrer Mutter, die an Brustkrebs starb, einer Landkommune anschloss. Erst nach einigen Fehlschlägen, einer zufälligen Begegnung mit einem Mitstreiter und einem Deal mit Atlantic Records begann ihr kometenhafter Aufstieg.

Ihre rauchige, beruhigende Stimme, die oft mit der von Karen Carpenter verglichen wird, faszinierte die Welt, und die klassischen Arrangements auf ihrem Debüt “Seasons Of My Soul” (2010) überzeugten auch die Kritiker, so dass der Guardian schrieb, jeder der Songs auf dem Album würde „klingen wie ein Standardklassiker“. Mit über 1 Million verkauften Exemplaren wurde das Album es ein weltweiter Erfolg und bescherte RUMER überdies die Unterstützung prominenter Größen, etwa Burt Bacharach, Elton John und sogar Richard Carpenter selbst, der ihr Glückwünsche dafür zukommen ließ, dass sie „wirkliche Musik geschaffen hat, wie sie es in den vergangenen Jahren nur selten gab.“

“Into Colour” entstand in Arkansas, New Jersey und den legendären Londoner RAK Studios. Der Großteil der Rhythmussektion wurde live von den Mitgliedern der Band von Daryl Hall aufgenommen, dem sie in der amerikanischen TV-Kultshow Live from Daryl’s House begegnete. Zudem befinden sich auf dem Album drei Co-Kompositionen mit dem Songwriter Stephen Bishop (bekannt geworden durch seine 70er-Jahre-Hits On And On und den „Tootsie“-Titelsong It Might Be You), der auch an einigen Songs von Boys Don’t Cry mitgeschrieben hatte. Und auch wenn auf dem Album ein fieberhafter und gelegentlich sinnlicher Ton vorherrscht, gehören viele Songs eigentlich auf den Dancefloor. Die erste Single Dangerous ist eine mitreißende Disco-Nummer, die von den Bee Gees inspiriert wurde.

Fotos: Warner Music