Donnerstag, 11. Dezember 2014, 21:04 Uhr

Star-Produzent Scott Rudin entschuldigt sich für Lästermails

Die Sony-Hacker, die sich “The Guardians of Peace” nennen, leisten wirklich “ganze Arbeit”. Nachdem gestern bereits einige Auszüge des E-Mail-Verkehrs des Großkonzerns an die Öffentlichkeit gelangten, geht es heute weiter.

Star-Produzent Scott Rudin entschuldigt sich für Lästermails

Der Produzent Scott Rudin (56), bekannt von Werken wie ‘Captain Phillips’ (2013) und ‘True Grit’ (2010) soll dabei mit Amy Pascal (56), der Co-Vorsitzenden von Sony wohl eine ganze Reihe von Mails ausgetauscht haben, in denen er nicht gerade freundliche Ansichten über Hollywoodstars, wie zum Beispiel Angelina Jolie (39) teilte. Wie jetzt herauskam, machte der große US-Produzent aber angeblich auch vor dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama (53) nicht Halt. Eine angebliche Mail an Pascal, die gerade im Netz im Umlauf ist, offenbart ziemlich beleidigende und mit rassistischem Unterton besetzte Kommentare von beiden Seiten über die angeblichen Lieblingsfilme des US-Präsidenten.

Die Co-Vorsitzende von Sony stellt darin die Frage, ob Obama vielleicht ein Paar Filme finanzieren möchte und beantwortet sie auch gleich damit, dass sie es bezweifle. “Ob er sich wohl an ‘Django [Unchained]’ beteiligen wolle?” Darauf schreibt Rudin: “12 Years [A Slave].” Pascal antwortet mit: “Oder ‘The Butler’. Oder ‘Think Like A Man’?” Worauf Rudin erklärt: “Ride-Along’. Ich wette, er mag Kevin Hart.” Wie das US-Online-Portal ‘Deadline’ berichtet, hat sich Filmproduzent Scott Rudin jetzt für diese unpassenden Mails öffentlich entschuldigt. Er erklärt: “Private E-Mails zwischen Freunden und Kollegen, die so nebenbei ohne viel Nachzudenken [..] geschrieben wurden […], können in Beleidigungen münden, auch wenn das nicht beabsichtigt war. Ich habe eine Reihe von Kommentaren gemacht, die nur lustig sein sollten aber wenn ich sie jetzt genauer betrachte, sind sie nur gedankenlos und gefühllos – und überhaupt nicht lustig. Jedem, den ich beleidigt habe, [möchte ich sagen], dass es mir wirklich sehr leid tut, ich es bedauere und mich für jegliche Verletzung entschuldige, die dadurch entstanden ist.”

Sicherlich ist das der Versuch einer Schadensbegrenzung, weil mittlerweile sein “guter Ruf” als Filmproduzent auf dem Spiel steht. Für ihn bleibt nur zu hoffen, das die betreffenden Personen seine Entschuldigung tatsächlich akzeptieren… Und was lergewn wir daraus: Mails werden offenbar immer mitgelesen. (CS)

Foto: WENN.com