Freitag, 12. Dezember 2014, 13:06 Uhr

"Lichtgrenze" ist "Wort des Jahres" und was Mario Götze damit zu tun hat

Wer erinnert sich nicht an die beleuchteten Ballons der Balloninstallation Lichtgrenze in Berlin zum 25. Jahrestages des Mauerfalls am 9. November?! “Lichtgrenze” ist somit das Wort des Jahres 2014.

Die Sprachexperten in Wiesbaden wählen jeweils ein Wort, das in ihrer Sicht das ablaufende Jahr geprägt hat. 2013 entschieden sie sich für “GroKo” (große Koalition).

Die Berliner Lichtinstallation erinnere an die Freude des Mauerfalls 1989, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ihre Wahl. rsprünglich hatte die Jury das Wort Lichtgrenze gar nicht auf ihrer Liste. Erst in der Diskussion kam der Vorschlag auf, der dann aber für das gesamte Auswahlgremium so überzeugend war, dass er alle anderen Kandidaten für Platz 1 aus dem Rennen schlug.

Auf Platz 2 wählte die Jury den Ausdruck “schwarze Null” Er steht wie kein anderer für die Bemühungen der schwarz-roten Koalition um einen ausgeglichenen Haushalt. Erstmals seit über 45 Jahren will die Bundesregierung 2015 ohne neue Schulden auskommen – ein Ziel, dem fast alles andere untergeordnet wird, das aber politisch keineswegs unumstritten ist. Die Debatte um die schwarze Null prägte fast das gesamte Jahr 2014.

Für 2014 wurde das Wort des Jahres aus mehr als 2300 Vorschlägen ausgewählt. Auf Platz zwei ihrer Zehnerliste setzte die GfdS die “schwarze Null”. Auf Platz drei steht “Götzseidank” als Erinnerung an das WM-Siegtor von Mario Götze (auf unserem Foto mit Girlfriend Ann-Kathrin Brömmel). Ursprünglich eine Titelzeile der Süddeutschen Zeitung, wurde die Neuschöpfung Götzseidank allenthalben aufgegriffen. Selbst ins Englische wurde sie sofort übersetzt: Praise be to Götze! (dpa/KT)

Die Wörter des Jahres 2014

1. Lichtgrenze
2. schwarze Null
3. Götzseidank
4. Russlandversteher
5. bahnsinnig
6. Willkommenskultur
7. Social Freezing
8. Terror-Tourismus
9. Freistoßspray
10. Generation Kopf unten

Foto: WENN.com