Donnerstag, 18. Dezember 2014, 19:06 Uhr

Marco Reus: Tralala um einen nicht vorhandenen Führerschein

Es ist eine faszinierende Geschichte: Da ist jemand das Werbegesicht für die Automarke Opel, fährt regelmäßig mit seinem Aston Martin vor und soll angeblich nach Angaben der ‘Bild’-Zeitung, die sich auf Informationen des Fernsehsenders WDR beruft, noch nicht mal einen gültigen Führerschein haben!

Die Rede ist von Nationalspieler Marco Reus (25), der nach Angaben des TV-Senders offenbar seit 2009 mit einem niederländischen, angeblich gefälschten Führerschein gefahren sei, der aber in Deutschland keine Gültigkeit besaß. Daher blühe dem Fußballer nach Angaben der ‘Bild’-Zeitung angeblich eine Strafe von 540.000 Euro. Dass er ohne gültige Fahrerlaubnis fahre, sei sich Reus wohl auch bewusst gewesen, wie der WDR aus dem ihm vorliegenden Strafbefehl gegen den Fußballer zitiert und den das Blatt auch abdruckte.

Laut Angaben der Zeitung sei der Polizei offenbar erst am 18. März dieses Jahres bei einer Kontrolle des Nationalspielers aufgefallen, dass der keinen gültigen Führerschein besitze, also ohne Fahrerlaubnis fahre. Dabei sei Reus schon fünf Mal geblitzt worden, hatte aber immer brav bezahlt. Deshalb sei das gar nicht aufgefallen. “Es gibt keinen Automatismus, dass das Vorhandensein eines Führerscheins abgefragt wird, wenn wir einen Bußgeldbescheid verschicken”, so ein Dortmunder Stadtsprecher gehenüber dem WDR.

Dem Blatt gegenüber gestand der 25-Jährige jetzt voller Reue, dass er zwar mit 18 Jahren ein paar Fahrstunden genommen, aber dann doch nie ein Prüfung gemacht hätte: “Ich habe mich damals leider entschieden diesen Weg zu gehen. Die Gründe kann ich heute selbst nicht mehr nachvollziehen.”

Mehr zum Thema: Fußball-Star Marco Reus macht jetzt Werbung für eine Kamera

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (55) hat sich mittlerweile gegenüber der Zeitung ‘Die Welt’ auch zu dem Fall geäußert und zeigt Verständnis für Reus. Aufgrund seiner Prominenz wäre es dem Sportler seiner Ansicht nach nicht möglich gewesen, “zu einer Fahrschule zu fahren und [zu] sagen: ‘Ich möchte gern den Führerschein machen’. Das wäre ja sofort rausgekommen, und es war ja bekannt, dass er schon zuvor Auto gefahren war.” Wie das Blatt berichtet, äußerte sich auch Fußballtrainer Jürgen Klopp (47) auf einer Pressekonferenz zu dem Vorfall und meinte nur, dass es “eine dumme Geschichte [sei], bei der es keinen richtigen Ausweg gibt, bis man erwischt wird. Das ist er [Marco Reus], das ist auch gut so, dafür kriegt er eine außergewöhnlich hohe Strafe, das ist dann auch in Ordnung.”

Besonders heitere Fußnote am Rande: Der Profi von Borussia Dortmund war Testimonial von Opel. Deshalb kursieren schon jede Menge Häme unter dem Hashtag #rollsreus… (CS)

Foto: WENN.com