Dienstag, 23. Dezember 2014, 20:34 Uhr

Montserrat Caballé akzeptiert Haftstrafe in Steuerverfahren

Die spanische Sopranistin Montserrat Caballé hat nach Medienberichten in einem Steuerverfahren eine Haftstrafe von sechs Monaten und eine Geldbuße von rund 240 000 Euro akzeptiert.

Montserrat Caballé akzeptiert Haftstrafe in Steuerverfahren

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe und der Sender Catalunya Ràdio am Dienstag unter Berufung auf Justizkreise berichteten, sieht dies ein Übereinkommen der 81-jährigen Diva mit der Staatsanwaltschaft und dem Finanzamt vor.

Die Vereinbarung muss noch von einem Richter akzeptiert werden. Der Musikerin bliebe damit ein Prozess erspart. Freiheitsstrafen von unter zwei Jahren werden in Spanien normalerweise zur Bewährung ausgesetzt, sofern keine Vorstrafen vorliegen. Die Staatsanwaltschaft hatte der Sängerin zur Last gelegt, dem Finanzamt im Jahr 2010 Steuern in Höhe von rund 500 000 Euro vorenthalten zu haben. Caballé habe den Pyrenäen-Kleinstaat Andorra als ihren Wohnsitz angegeben, in Wirklichkeit aber in Barcelona gelebt.

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Die Musikerin hatte bei einer Vernehmung durch einen Ermittlungsrichter einen Steuerbetrug bestritten und ausgesagt, in dieser Zeit wirklich in Andorra gewohnt zu haben. Dennoch zahlte sie die angeblich hinterzogenen Steuern mittlerweile nach. Dies dürfte den Weg zu dem jetzt geschlossenen Übereinkommen freigemacht haben. (dpa)

Foto: SonyMusic