Sonntag, 01. März 2015, 16:33 Uhr

Christopher Schnell: "Wer von denen verdient sein Geld mit Musik?"

Die neue DSDS-Staffel ist im vollen Gange und in wenigen Wochen wird es einen neuen RTL-Superstar geben. Von Gewinnerin Aneta aus dem letzten Jahr hört man nach zwei Singles nun nicht mehr sehr viel und wie es scheint, versinkt auch sie in der Bedeutungslosigkeit – wie viele andere vor ihr.

Einer der es anders machen will ist Christopher Schnell, der im letzten Jahr lange als heimlicher Favorit galt. Zur Zeit macht er vor allem als Fitnessmodel von sich Reden, doch auch musikalisch soll es bald Neues von ihm geben. Kurz nach DSDS veröffentlichte er eine deutsche Single, diese jedoch soll erst einmal seine letzte gewesen sein, denn in der Zukunft möchte er internationale Musik auf englisch machen, wie er im Interview mit klatsch-tratsch.de erzählte. „Ich bin momentan viel im Studio und suche nach meinem Sound, was auch nicht immer so einfach ist. Ich möchte nicht einfach irgendetwas raushauen, sondern alles soll auch Hand und Fuß haben.“

Das letzte Jahr hat sich Christopher viel auf seine Fitnesskarriere konzentriert und unter anderem auch ein sehr aufwendiges Fitnessvideo im Ausland gedreht. Nun soll es aber wieder Musik geben: „Ich habe mich in den letzten Monaten sehr in die Fitnessgeschichte hineingehängt, sodass die Musik vielleicht ein wenig zu kurz gekommen ist. Aber bin jetzt wieder richtig dabei.“

Noch befindet sich Christopher in der Findungsphase, weiß jedoch schon, in welche Richtung es ihn zieht: „Es soll schon Pop sein, aber eben internationaler. Es soll in die Richtung von One Direction gehen, dahin orientiere ich mich ein wenig. In Deutschland gibt es zur Zeit keinen Künstler, der direkt die Teenies mit englischsprachiger Musik anspricht.“

Obwohl er mit 26 Jahren zwar bereits aus dem Teeniealter ist, denkt Christopher, dass er trotzdem Musik machen kann, mit denen sich die jungen Menschen identifizieren können: „Klar ich bin ein wenig älter, aber wenn du dir anschaust, wer mir auf Instagram folgt und wer meine Zielgruppe ist, dann sind das tatsächlich die Teenies. Ich finde das auch nicht schlimm, ich bin eben kein typischer Singer-Songwriter wie ein Tim Bendzko.“

Einige Songs sind im Studio bereits entstanden und fertig, jedoch ist Christopher noch nicht hundertprozentig überzeugt und sucht noch nach seinem perfekten Song. Material gibt es genug, doch er möchte eben nicht halbherzig an die Sache rangehen. „So genau kann man das noch nicht sagen, wann ich releasen werde, wenn ich wollte könnte ich Morgen etwas herausbringen, aber dann würde ich nicht richtig dahinter stehen.“

Nach dem Recall starten auch in diesem Jahr Performances der letzten Teilnehmer, jedoch nicht wie gewohnt in den bekannten Mottoshows, die live stattfanden, sondern in diesem Jahr soll es Konzerte und eine kleine Tour durch Deutschland geben. Christopher ist noch nicht ganz überzeugt von dem neuen Konzept: „Ich finde es schade, dass es keine Liveshows mehr gibt, denn das hat die Show eigentlich aus gemacht. Ich bin gespannt wie sie es umsetzen werden, stehe dem aber noch kritisch gegenüber.“

Er selbst ist froh, dass es für ihn im letzten Jahr nicht für den Sieg gereicht hat: „Ich habe zwar nicht gewonnen, mache aber trotzdem mein Ding, komme viel rum und kann davon auch leben. Schauen wir uns die letzten DSDS-Gewinner an, es gibt wenige die noch davon leben können. Es gibt auch Ausnahmen, einem Pietro Lombardi geht es denke ich noch sehr gut. Doch objektiv betrachtet, wer von ihnen verdient sein Geld mit der Musik?“ (TT)

Fotos: WENN.com, Instagram