Dienstag, 03. März 2015, 22:47 Uhr

Rapper Sido und Fahri Yardim im neuen Roadmovie "Halbe Brüder"

Wie bringt man es fertig, drei komplett verschiedene Menschenan einem Strang ziehen zu lassen? Dieser Frage geht die Komödie ‘Halbe Brüder’ ab dem 9. April 2015 auf den Grund und sorgt dabei für jede Menge Spaß und Roadmovie-Feeling in den Kinosesseln.

Bis zum Kinostart wollen wir die drei Hauptdarsteller Paul “Sido” Würdig, Tedros “Teddy” Teclebrhan sowie Fahri Yardim und ihre Rollen im Film etwas näher vorstellen. Los geht es mit Halbbruder Nummer eins: Fahri Yardim in der Rolle des polohemdtragenden „Heimscheißer“-Türken Yasin.

Beginn der Schauspielkarriere und „Kebab Connection”:
Fahri Yardim wuchs in Hamburg auf und absolvierte seine Schauspielausbildung am Hamburger Bühnenstudio der darstellenden Künste. 2004 gab er sein Filmdebüt in Anno Sauls Culture-Clash-Komödie „Kebab Connection“, in der er den sympathischen Griechen Lefty mimt, der seinem kinoverliebten Freund und Bruce-Lee-Fan Ibo stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Anno Sauls beliebte Komödie wurde zum Überraschungserfolg und bescherte Fahri Yardim weitere Rollen auf der deutschen Kinoleinwand.

Von Lefty zu Curly zum Kassenschlager:
Seine erste Kinohauptrolle hatte Fahri Yardim 2008 im Gangsterfilm „Chiko“ von Özgür Yildirim. Hier spielte er den Automechaniker Curly, der zusammen mit seinen Freunden Chico und Tibet ins Hamburger Drogenmilieu gerät. Desweiteren war er in den Kinohits „Keinohrhasen“ (2008) und „Männerherzen“ (2009) zu sehen. In der mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten deutsch-türkischen Komödie „Almanya – Willkommen in Deutschland“ (2010) besetzte er die Rolle des jüngeren Ichs des Großvaters Hüseyin.

In Marcus H. Rosenmüllers „Wer’s glaubt wird selig“ (2012) spielte er äußerst glaubwürdig die Rolle des Paters Paolo Barsotti und bewies damit einmal mehr, wie überaus vielseitig er auf der Leinwand einsetzbar ist.

Von galaktischen Wesen zu halben Brüdern:
Sein rasanter Aufstieg setzte sich weiter fort und so konnte Fahri Yardim 2013 eine Rolle an der Seite von Sir Ben Kingsley, Tom Payne und Stellan Skarsgard im Kinofilm „Der Medicus“ ergattern. Neben seinem kurzen Engagement als Synchronsprecher des Waschbären “Rocket” im Hollywood-Hit „Guardians of the Galaxy” ermittelt er seit März 2013 ebenfalls als Hauptkommissar Yalcin Gümer neben Til Schweiger für den „Tatort Hamburg“.

Zuletzt spielte er in den Filmen „Da muss Mann durch” unter der Regie von Marc Rothemund und „Alles ist Liebe“ von Markus Goller.

Der zurückhaltende Bruder:
In seiner Rolle in ‘Halbe Brüder’ verkörpert Fahri Yardim den 31-jährigen Türken Yasin, der im Unternehmen seines deutschen Ziehvaters arbeitet. Der gutaussehende Yasin entspricht so gar nicht dem Bild eines Klischeetürken: Seine Ausdrucksweise ist so gepflegt wie seine Polohemden. Die Erziehung zum “Heimscheißer“ hat er seinen Adoptiveltern zu verdanken: Aufgrund eines angeborenen Nierenleidens wurde er zeitlebens mit Samthandschuhen angefasst.

Auf eigenen Füßen mag Yasin auch nicht stehen, seinen schicken Lebensstil erkauft er sich lieber durch die totale Abhängigkeit von seinem Ziehvater.

Über den neuen Film ‘Halbe Brüder’:
Was haben ein deutscher Familienvater mit Hang zum Trickbetrug, ein verwöhnter Türke und ein draufgängerischer, rappender Afrikaner gemeinsam? Julian (Paul „Sido“ Würdig), Yasin (Fahri Yardim) und Addi (Tedros „Teddy“ Teclebrhan) sind Brüder – genauer gesagt Halbbrüder. Die drei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erfahren beim Notar, dass ihre gemeinsame Mutter verstorben ist.

Sie sind nicht sonderlich erfreut und würden auch schnell wieder ihrer Wege ziehen, wäre da nicht ihr ansehnliches, gut verstecktes Erbe, an das sie nur kommen, wenn an einem Strang ziehen.

Geld kann man immer brauchen, sei es, um endlich aus dem Schatten des reichen Adoptivvaters zu treten, um die große Hip Hop-Karriere an den Start zu bringen oder einfach nur um den lästigen rosa Inkassohasen los zu werden. Die Drei raufen sich zusammen und machen sich auf eine Reise mit ungewissem Ziel. Ihr Roadtrip führt sie von Berlin über Frankfurt und Köln bis in den Norden auf die Insel Fehmarn und im Laufe ihrer Schnitzeljagd geraten sie in die Fänge einer dealenden Oma, eines rachsüchtigen Geldeintreibers und einer mysteriösen Schönheit.

Ihre leiblichen Väter, die sie auf der Reise kennenlernen, bringen sie näher an das erhoffte Erbe, aber auch an den Rand des Wahnsinns. Die halben Brüder müssen einsehen, dass sie ihr Ziel nur erreichen, wenn sie als Familie zusammenhalten.

Fotos: ConradFilm Bavaria Picture Bernd Spauke