Mittwoch, 04. März 2015, 19:48 Uhr

Filmkritik "Project: Almanac": Viel Tralala um eine Zeitmaschine

Am Donnerstag startet in den Kinos Michael Bays neuster Streich ‘Project: Almanac’. David Raskin (Jonny Weston) ist 17 und steckt schon in handfesten Problemen, die man eigentlich erst als Erwachsener haben darf. Er besucht zusammen mit seinen zwei Freunden Adam Le (Allen Evangelista) und Quinn Goldberg (Sam Lerner) das College. Die Drei gelten als alles andere als cool.

Davids Schwester Christina (Virginia Gardner) ist immer mit ihrer Kamera dabei, wenn das Nerd-Trio wieder tolle Wissenschaftsexperimente ausprobiert. David hat Grips, aber kein Stipendium ist in Sicht. Sein Vater ist schon lange tot und die Mutter Kathy Raskin (Amy Landecker) will das Haus verkaufen, damit ihr Sohn die Studiengebühren bezahlen kann, denn das ist klar: David ist der geborene Tüftler.

Er ist smart in „Um die Ecke denken“, er arbeitet streng wissenschaftlich und er hat unendlich viele innovative Ideen. Das seine Mutter das Haus verkaufen muss, in dem die Familie mal vollständig und so glücklich war, das belastet ihn sehr. Er kramt auf dem Dachboden herum, er muss nachdenken, ob es noch einen Plan B gibt.

Beim Herumstöbern finden die beiden Geschwister jedenfalls die alte Filmkamera ihres Vaters und trauen ihren Augen nicht, als sie einen Film ansehen: auf Davids Party zu seinem siebten Geburtstag sehen sie David als 17jährigen im Spiegel. In Papas Bastelkeller geht die Suche weiter, ziemlich schnell ist klar, dass er an einer Zeitmaschine gearbeitet hat und das Abenteuer startet so richtig durch, als die vier Teenies merken, dass Davids Vater die Zeitmaschine quasi „betriebsfertig“ hinterlassen hat. Die Teenies denken sich natürlich recht schnell, dass die Entdeckung doch ein schönes Geschäftsmodell zur Uni-Finanzierung wäre, aber auch für jede Menge Extra-Spaß, oder?

‘Project: Almanac’ zeichnet die Entwicklung von jungen Erwachsenen, die in der Schule von nerdig auf cool katapultiert werden. Es ist eine Coming of Age Geschichte gemixt mit SciFi und einer ziemlich harten Landung, als sie einsehen müssen, dass jede Reise die Zeit – inklusive der Gegenwart – verändert und sie damit definitiv nicht umgehen können. Aber bevor der Groschen fällt und sie endlich bereit sind Verantwortung zu übernehmen, gibt es jede Menge Spaß mit allem was das jugendliche Herz mit 17 so beschäftigt.

Fazit: ‘Project: Almanac’ gehört in die Generation14plus. Wer es erträgt, das drei Teenies, deren verklemmtes Erstaunen mit „Oh my God“ „It´s so cool“ und „Amazing“ stereotyp und auf Endlosschleife ausgerufen werden und wirklich noch nie von der Zeitmaschine gehört hat, der ist in diesem Film richtig. (KW)

Fotos: Paramount