Mittwoch, 04. März 2015, 15:57 Uhr

Helmut Schmidt schreibt erstmals über (s)eine Geliebte

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) schreibt über eine Affäre mit einer Partei-Genossin. Der heute 96-jährige, frühere SPD-Bundeskanzler hat öffentlich eine außereheliche Affäre zugegeben. “Ich hatte eine Beziehung zu einer anderen Frau”, schreibt der Altkanzler in seinem neuen Buch ‘Was ich noch sagen wollte’, aus dem das Hamburger Magazin ‘Stern’ zitiert.

Das Buch erscheint am 7. März – knapp fünf Jahre nach dem Tod von Loki Schmidt. Die beiden waren 68 Jahre miteinander verheiratet. Was Zeitpunkt und Länge der außerehelichen Beziehung angeht, bleibt Schmidt allerdings vage. Er schreibt vom “Ende der sechziger oder Anfang der siebziger Jahre”. Das Verhältnis zu der Geliebten war aber offenbar so eng, dass ihm seine Frau die Trennung anbot. Für ihn sei das eine “ganz und gar abwegige Idee” gewesen. Laut ‘Stern’ blieb Schmidt mit seiner Geliebten, einer langjährigen SPD-Genossin, nach der Trennung in Kontakt. Vor zwei Jahren habe er auch an der Beerdigung der Frau teilgenommen.

Ende des Jahres hatte der Journalist Klaus Harpprecht im ‘Spiegel’ zuerst berichtet, dass Helmut Schmidt jahrelang eine Geliebte in Hamburg gehabt habe. Er habe “die Freundin dann abgelegt, als er Kanzler wurde, weil er meinte, er könne sich das Verhältnis nicht mehr leisten.” Diese Frau sei daran fast zerbrochen.

Sieben Jahre nach seinem Buch ‘Außer Dienst’ legt Schmidt jetzt ein neues eigenes Buch vor. Seine Ausgangsfrage lautet: Brauchen wir heute noch Vorbilder, und wenn ja, zu welchen Zielen sollen sie uns anleiten? Schmidt erzählt von Menschen, die ihn prägten und an deren Beispiel er sich bis heute orientiert. (dpa/KT)

Fotos: WENN.com, C.H. Beck