Donnerstag, 05. März 2015, 13:50 Uhr

Jasmin Gerat: "Mit kurzen Haaren trifft man schlauere Männer"

Schauspielerin Jasmin Gerat (36) trägt seit der Til Schweiger-Komödie ‘Kokowääh’ ihr Haupthaar kurz. Der Shortcut, mittlerweile längst ihr Markenzeichen, hat einen schönen Nebeneffekt: “Ich fand es interessant, dass einen mit kurzen Haaren zwar weniger Männer anschauen, aber wenn, dann die schlauen”.

Das sagte sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins ‘Brigitte’. Sie fügte hinzu: “Die kurzen Haare haben auf jeder Ebene Schwung in mein Leben gebracht.” Beim damaligen Kameratest mit Perücken “fühlte ich mich sofort super, mein Gang wurde leichter und graziöser. Verrückt, was Haare ausmachen. Ich habe sie mir sofort abgeschnitten.” Anfangs habe sie noch gedacht, sie müsse sich mit so einer Frisur viel weiblicher stylen. “Aber das ist Quatsch. Ich kann mich auch sehr gut ohne diese klassischen Weiblichkeitsattribute der Mode – lange Haare, Kleidchen etc. – feminin fühlen.

Gerat ermittelt am Sonntag erstmals in der internationalen Krimiserie “The Team” im ZDF. Sie freut sich besonders, dass sie als Kommissarin Jackie Müller eine vielschichtige Frau spielen darf, in deren Leben es auch dunkle Seiten gibt. “Mein Filmpartner, der Däne Lars Mikkelsen, und ich sind erst in der letzten Casting-Runde aufeinandergetroffen – da stimmte offenbar die Chemie. Plötzlich rief die Regisseurin: Jetzt vergesst mal die Szene, improvisiert einfach!” Die Improvisation überzeugte Kathrine Windfeld, auf deren Konto unter anderem die erfolgreiche Krimi-Reihe “Kommissarin Lund” geht.

Die vom ZDF initiierte, groß angelegte europäische Koproduktion ‘The Team’ erzählt die Geschichte eines europäischen Ermittlerteams, das in Berlin, Kopenhagen und Antwerpen eine mysteriöse Mordserie aufzuklären hat. Harald aus Dänemark, Jackie aus Deutschland und Alicia aus Belgien decken die Machenschaften einer der größten und skrupellosesten Verbrecherorganisationen Europas auf.

Kurz hintereinander wird in Berlin, Antwerpen und Kopenhagen der Mord an einer Prostituierten gemeldet. Es scheint sich um denselben Täter zu handeln, denn alle Frauen wurden mit einem gezielten Schuss ins linke Auge getötet, und jedem Opfer wurde der kleine Finger an der rechten Hand abgeschnitten. Hauptverdächtig ist der belgische Journalist Jean Louis Poquelin (Carlos Leal), der allen drei Frauen kurz zuvor einen Besuch abgestattet hat. Europol stellt daraufhin eine Sondereinheit zusammen: Unter der Leitung von Harald Bjørn (Lars Mikkelsen) aus Dänemark ermitteln Jackie Mueller (Jasmin Gerat) aus Deutschland und Alicia Verbeek (Veerle Baetens) aus Belgien.

Was zunächst nach der brutalen Mordserie eines Einzeltäters aussieht, entwickelt sich zu einem komplexen Fall, als die Ermittler die Verbindung zu einem Mordfall in Cannes entdecken, der sechs Jahre zurückliegt, und das Team so auf die Spur eines international operierenden kriminellen Netzwerk stößt. Der litauische Milliardär Marius Loukauskis (Nicholas Ofczarek) taucht in Verbindung mit dem Fall auf. Loukauskis gilt als Kopf einer international operierenden Organisation, deren Hauptgeschäft Menschenhandel und Zwangsarbeit ist. Doch obwohl Loukauskis unter scharfer polizeilicher Beobachtung steht, ist es ihm bisher gelungen, juristisch unbehelligt zu bleiben.

Die berühmte deutsche Jazzsängerin Iris Gabler (Sunnyi Melles) setzt eine hohe Belohnung aus, die zur Aufklärung des Mordes an einer der drei Prostituierten führen soll. Es handelt sich bei der Toten um ihre Tochter Maria (Natalia Rudziewicz). Während Verbindungen zwischen organisiertem Verbrechen, deutschem Adel und Korruptionsfällen in der belgischen Polizei ans Licht kommen, kann das Team den Journalisten Jean Louis Poquelin in Österreich ausfindig machen – halb zu Tode gefoltert in einer Villa, die Loukauskis gehört. Vier Folgen werden sonntags, 22.00 Uhr, zu sehen sein.

Fotos: ZDF/ Henrik Petit, WENN.com/Hoffmann