Samstag, 07. März 2015, 13:33 Uhr

ESC-Veteran Ralph Siegel motzt gegen deutschen Vorentscheid

Das Grand-Prix-Urgestein Ralph Siegel (69) hat nach dem turbulenten Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) das Abstimmungsverfahren in der ARD-Liveshow kritisiert. Er frage sich, “warum man dieses unerträgliche ‘Voting’ nicht wieder in eine normale Publikumsabstimmung zurückführt”.

Das schrieb der Musikproduzent in einem am Samstag veröffentlichten Gastbeitrag für ‘Focus Online’.

In der Sendung ‘Unser Song für Österreich’ am Donnerstag gab es drei Abstimmungsrunden. Erst traten alle acht Sänger beziehungsweise Bands auf. Dann präsentierten die vier Musik-Acts mit den meisten Stimmen je ein zweites Lied. Schließlich traten die beiden Besten noch mal an. Gewonnen hat der Sänger Andreas Kümmert (28), der die Wahl aber ausschlug. Deshalb soll die zweitplatzierte Ann Sophie (24) Deutschland am 23. Mai beim ESC in Wien vertreten.

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“Vier durften ihren zweiten Song dann gar nicht präsentieren!”, empörte sich Siegel, der nach eigenen Worten gern selbst dabei gewesen wäre. “Leider hatte ich trotz mehrfacher Bewerbung wieder keine Chance, einen Titel in der Sendung zu platzieren, aber gegen Andreas Kümmert hätten wir wohl auch keinen Blumentopf gewonnen”, räumt Siegel ein. Mit seinen Produktionen ist er seit Jahrzehnten immer wieder beim ESC vertreten – so auch mit dem Gewinnerlied von 1982: ‘Ein bißchen Frieden’, gesungen von Nicole.