Dienstag, 17. März 2015, 13:39 Uhr

Clint Eastwood verteidigt seinen Scharfschützen-Film

Clint Eastwood ist der Überzeugung, sein Film ‘Der Scharfschütze’ (American Sniper) sei ein Antikriegsfilm. Dem mehrfach ‘Oscar’-nominierten Film wurde vielfach vorgeworfen, Krieg zu verherrlichen. Der Streifen, so viele Kritiker, sei zu unkritisch und ähnele einem Propagandafilm.

In einem Interview der Reihe ‘Hollywood Masters’ an der ‘Loyola Marymount University School of Film & TV’ setzte der Kino-Altmeister den Vorwürfen nun entgegen: “Ich glaube, der Film ist schön für Veteranen, weil er zeigt, was sie durchmachen, ihr Leben und das ihrer Frauen und Familien. Er deutet gut an, unter welchem Stress sie stehen. Ich glaube, das alles zusammen genommen ergibt einen Antikriegsfilm.”

Auf die Frage, ob der ‘Dirty Harry’-Darsteller selber eher pazifistisch eingestellt sei, antwortete er: “Ja, ich habe Kriegsfilme gemacht, weil sie immer voller Spannung und Konflikte sind. Aber wenn es um tatsächliche Kriegsbeteiligungen geht, dann ist das eine Sache, die mit sehr viel Überlegung gemacht werden muss, wenn es denn gemacht werden muss.”

Mehr zu Clint Eastwood: Hussein und Gaddafi hätten nicht gestürzt werden sollen

Der 84-jährige Filmemacher erzählte in dem Gespräch außerdem von einer eigenen Schreckenserfahrung während seiner Militärzeit. 1951 ist der mehrfache ‘Oscar’-Preisträger nämlich mit einem Bomber abgestürzt. Damals durften Soldaten, solange sie ihre Uniform trugen, umsonst bei Flügen des Militärs mitfliegen. Das nutzte der Regisseur, um von einem Familienbesuch in Seattle zurück zu seiner Basis in Monterey zu fliegen. Während des Fluges fielen allerdings die Instrumente und schließlich sogar die Motoren des Bombers aus. Der Flug endete schließlich mit einer Bruchlandung im Wasser. Der ‘Space Cowboys’-Darsteller erinnerte sich: “Was mir durch den Kopf ging, war pure Angst, purer Schrecken.” (Bang)

Foto: WENN.com