Mittwoch, 18. März 2015, 22:11 Uhr

Zickenkrieg de luxe: Dolce und Gabbana legen nochmal nach

Domenico Dolce verteidigte sich erneut gegen Elton Johns ‘Dolce & Gabbana’-Protest. Nachdem der Designer in einem Interview mit der italienischen Zeitschrift ‘Panorama’ betont hatte, dass er nicht hinter künstlicher Befruchtung stehe, hatte John zum Boykott gegen die Luxusmarke aufgerufen.

Der schwule Sänger, selber Papa von zwei Kindern von Leihmüttern, erzürnte sich auf Instagram: “Wie kommt Ihr dazu, meine schönen Kinder als “chemisch” zu bezeichnen. Euer altertümliches Denken ist hinter der Zeit her, genau wie eure Mode. Ich werde nie wieder Dolce und Gabbana tragen.” Unterstützt wurde er da prompt von Cher und Victoria Beckham. Courtney Love kündigte sogar an, ihre Klamotten des Labels verbrennen zu wollen. Im Interview mit dem TV-Sender ‘CNN’ erklärte das Designer-Duo nun ihre Aussage über In-vitro-Fertilisation, wie die künstliche Befruchtung im Fachjargon genannt wird. Dolce erläuterte hier seine Position zur Meinungsfreiheit: “Jeder Mensch kann tun und lassen, was er will. Für mich ist das Demokratie. Ich respektiere mein Gegenüber für seine Entscheidungen, ich respektiere mich selber für meine Entscheidungen.”

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Seine Stellungnahme setzte er dadurch fort, dass er seine konservativen Vorstellungen einer Familie beschrieb: “Ich glaube an das traditionelle Familien-Konzept. Das kann mir keiner austreiben. So bin ich halt. Aber ich respektiere genauso alle anderen Sichtweisen.” Sein Co-Designer und Ex-Partner Gabbana beschwichtigte die drastischere Sichtweise: “Ich sehe das schon anders als Domenico. Ich finde In-vitro-Fertilisation gut. Wir lieben schwule Pärchen, wir lieben es, dass Schwule adoptieren. Wir lieben all das. Domenico hat doch bloß seine Sichtweise erläutert.” Vor diesem Interview hatten die Modemacher Elton John als Faschisten bezeichnet, weil er wegen ihrer Aussage direkt das gesamte Label boykottierte.

Foto: WENN.com