Donnerstag, 19. März 2015, 12:05 Uhr

Marvin Gaye: Kinder wollen weiter klagen

Die Familie von Marvin Gaye hat eine Unterlassungsklage gegen die Verbreitung, das Kopieren und öffentliche Performen des Hits ‘Blurred Lines’ eingereicht. In diesem Monat hatten die Angehörigen bereits einen Erfolg im Streit mit Robin Thicke und Pharrell Williams um den Hit erzielt.

Sie hatten die Beiden wegen Urheberrechtsverletzung auf umgerechnet etwa sechs Millionen Euro verklagt. Damit aber nicht genug, seine drei Kinder Nona, Frankie und Marvin Gaye III. waren gestern (18. März) vor Gericht erschienen, um die Unterlassungsklage einzureichen sowie Rapper T.I. als Mittäter hinzuzufügen, der an dem Hit beteiligt war, genau wie die Plattenlabels ‘Universal Music’, ‘Interscope Records’ und ‘Star Trak Entertainment’. Im Falle der Zulassung werden die Angehörigen Tantiemen sowie weitere Erlassgelder bekommen. “In unserer heutigen digitalen Zeit wird es für Künstler immer gefährlicher. Wir möchten, dass das Vermächtnis unseres Vaters und all seine Musik von damals, heute und in der Zukunft, geliebt und beschützt wird.

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Mit der Einhaltung der Copyright-Standards werden wir diese Musikschätze immer in Ehren halten”, so ein Statement der Hinterbliebenen. Thicke und Williams gehen Berichten zufolge in Berufung. Howard King, Anwalt der Musiker, sagte letzte Woche zu ‘Fox Business’: “Wir sind es den Songwritern heutzutage schuldig, dass dieses Plagiatsurteil nicht rechtskräftig wird. Meine Klienten haben den Song ‘Blurred Lines’ aus ihrem Herzen und aus ihrer Seele geschrieben. Wir werden alles tun, um das Urteil anzufechten.” Gayes Tochter Nona gab sich hingegeben begeistert über das Urteil: “Es ist ein wundervoller Tag, wenn du im Gerichtssaal sitzt und die Gerechtigkeit siegt. Ich fühle mich vom Schmerz befreit. Es ist wie ein schlechter Scherz, seit zwei Jahren zu wissen, dass der Song eine Kopie ist, wir aber nie richtiges Feedback von ihnen bekamen. Das ist unser Vater, das ist, was er uns hinterlassen hat, das ist unser Erbe.” (Bang)

Foto: WENN.com