Sonntag, 22. März 2015, 15:09 Uhr

Sonja Gerhardt: Die deutsche Jennifer Lawrence ist der Shootingstar des Jahres

Sonja Gerhardt spielt die Hauptrolle in der neuen RTL-Serie von Nico Hofmann ‚Deutschland 83‘ – die AMC-Schwester SundanceTV hat sich die Rechte an der hochkarätigen Miniserie gesichert. Die achtteilige Serie wird damit die erste deutschsprachige Serie sein, die es ins Programm eines US-Senders schafft.

Bereits im Frühjahr soll sie – noch vor dem Deutschland-Start im Herbst – in den USA ausgestrahlt werden. Sonja wird ja oft mit ihrer amerikanischen Kollegin Jennifer Lawrence verglichen und kürzlich bei der Berlinale als “Shootingstar von morgen” ausgezeichnet. klatsch-tratsch.de hat mit Sonja geplaudert.

UPDATE 29. November 2016: Sonja Gerhardt im Interview: „Ich bin wahnsinnig neugierig“

Auf der diesjährigen Berlinale hast du die Premiere deiner neuen Serie „Deutschland 83“ gefeiert in der du eine Hauptrolle spielst und wurdest außerdem als „Superstar von morgen“ ausgezeichnet. Wie gehst du mit einer solchen Auszeichnung um?
Es ist eine große Ehre und ein tolles Gefühl für seine Arbeit Anerkennung zu bekommen, daher freut es mich sehr!

Worum geht es in der neuen RTL-Serie, die ab Herbst 2015 ausgestrahlt wird? Und in welcher Rolle wirst du zu sehen sein?
In der neuen RTL-Serie geht es um die deutsch-deutsche Geschichte des Jahres 1983 als der Kalte Krieg seinen Höhepunkt fand. In ‘Deutschland 83′ spiele ich Annett Schneider, die ostdeutsche Freundin des Spions Moritz Stamm (Jonas Nay), der von der Stasi aus der DDR als West-Agent in die Bundesrepublik Deutschland geschickt wird. Annett Schneider ist eine junge Lehrerin, die hinter der Ideologie der Deutschen Demokratischen Republik steht.

Die Serie hat schon jetzt den Sprung in die USA geschafft. Damit ist sie die erste deutschsprachige Serie, die es ins Programm eines US-Senders geschafft hat. Was meinst du, warum „Deutschland 83“ schon jetzt so ein großer Erfolg ist? Was hat dich persönlich am Drehbuch gereizt?
Ich denke, dass das Thema ‚Ost-West-Konflikt‘ für viele Menschen sehr interessant ist, da sich die ältere Generation damit identifizieren kann und wir jungen Menschen Informationen bekommen, die wir noch nicht aus dieser Zeit erfahren haben. Für mich war das Projekt spannend, da ich es wichtig finde u?ber dieses Thema zu berichten! In der Schule haben wir sehr wenig über das geteilte Deutschland gelernt. Daher finde ich es gut, dass auch die Jugend von heute nicht nur durch Bücher an das Thema herangeführt wird.

Du siehst deiner amerikanischen Kollegin Jennifer Lawrence zum Verwechseln ähnlich – auch Magazine haben bereits über eure verblüffende Ähnlichkeit berichtet. Wurdest du privat auch schon einmal darauf angesprochen? Gibt es neben der Optik vielleicht auch noch andere Gemeinsamkeiten?
Ich finde Jennifer großartig. Sie hat schon einiges von mir gelernt. Ruft mich täglich an, um Tipps zu bekommen und hat mir auch schon angeboten, den nächsten Panem zu machen. (lacht) Nee, aber jetzt mal Spaß bei Seite, mir wurde schon öfter gesagt, dass ich Jennifer Lawrence ähnlich sehe und das schmeichelt mir. Ist doch ein nettes Kompliment mit einer so talentierten und gut aussehenden Frau verglichen zu werden.

Ab 16. April wirst du außerdem auch noch im Kinofilm „Dessau Dancers“ (siehe Fotos) zu sehen sein, wieder in einer Hauptrolle. Der Film thematisiert, wie der Breakdance in die ehemalige DDR gekommen ist. Wie hast du dich inhaltlich und tänzerisch auf die Dreharbeiten vorbereitet?
Ich hatte bei einem der besten Choreografen über mehrere Monate Breakdance-Training. Außerdem habe ich mir zur Vorbereitung auf den Dreh den US-amerikanischen Film ‚Beat Street‘ angeschaut, durch den der Breakdance in unserem Film ‚Dessau Dancers‘ seinen Weg in die Deutsche Demokratische Republik findet.

Deine beiden aktuellen Projekte handeln von dem damaligen Ost-West-Konflikt. Ist es Zufall, dass du in diesen Filmen mitspielst oder interessiert dich diese Zeit besonders?
Die Zeit interessiert mich schon sehr, aber es ist Zufall, dass ich gleich in zwei Projekten, die sich mit diesem Thema befassen, zu sehen bin.

Wie schaltest du nach deinen vielen Drehs eigentlich am besten ab, um wieder neue Kraft tanken zu können?
Ich versuche in meiner freien Zeit abzuschalten indem ich angeln gehe, Sport treibe, viel lese und so oft wie möglich meine Freunde und Familie treffe.

Würdest du die Schauspielerei als deinen Traumjob bezeichnen?
Ja, schon seit meinem sechsten Lebensjahr wusste ich, dass ich Schauspielerin werden möchte. Seit 10 Jahren stehe ich mittlerweile nun schon vor der Kamera und es ist immer noch mein absoluter Traumjob.

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Fotos: Natascha Zivadinovic, Senator