Montag, 23. März 2015, 20:49 Uhr

Damon Albarn feiert seinen 47. Geburtstag

Zwölf Jahre lang haben Blur kein Album mehr veröffentlicht, mehrmals machten sie mit Comeback-Versuchen von sich reden. Jetzt aber macht die Britpop-Formation mit einer neuen Platte Nägel mit Köpfen.

Vermutlich Ende April soll – wie berichtet – das Album ‘The Magic Whip’ erscheinen, das während einer Tour-Pause in Hongkong zusammengetragen worden sein soll.

Ein Konzert in Japan sei ausgefallen, da habe man fünf Tage lang in Hongkong gesessen und die Zeit totschlagen müssen. Und, na ja, dann sei halt ein Album dabei herausgekommen, meinte Damon Albarn, der heute 47 Jahre alt wird. “Es ist ein sehr urbanes Album”. Vielleicht ein bisschen ähnlich dem, was David Bowie in den 70er Jahren in Berlin gemacht habe.

So ganz abkaufen wird Albarn und seinen Mitstreitern Graham Coxon (Gitarre), Dave Rowntree (Schlagzeug) und Alex James (Bass) diese Geschichte von der völlig ungeplant zustande gekommenen Langspielplatte wohl kaum jemand. Zu lange gab es Spekulationen darum. Ist aber auch egal: Wenn das Quartett am 20. Juni im Londoner Hyde Park auf der Bühne steht und ein großes Konzert gibt, werden die Fans jubeln.

Als Herz und Hirn von Blur hatte Albarn während der 90er Jahre den Britpop in der Nachfolge von The Beatles oder The Kinks auf eine neue Stufe gehoben, Millionen Alben verkauft und zahllose Auszeichnungen eingeheimst. Danach war die Welt mit all ihrer Musik – besonders der afrikanischen – kaum groß genug für seine Ambitionen.

Mit der virtuellen Elektro-Gruppe Gorillaz, The Good, The Bad & The Queen oder Rocket Juice & The Moon erwies sich der nimmermüde Albarn zudem als unablässiger Band-Gründer.

Mehr: Blur machen mit ihrem Comeback eine musikalische Kampfansage

Woher er die ganze Zeit für die vielen Projekte nimmt? Vielleicht, weil er sich nicht im Internet verliert und lieber komponiert. Er selbst gerate “bereits in Panik, wenn ich zwei E-Mails auf einmal bekomme. Ich nutze keine sozialen Medien, bewege mich selten im Internet – ich bin einfach nicht für diesen Kram gemacht”, sagte er dem Magazin ‘Spex’.

Und für Überraschungen ist Albarn immer gut: Im letzten Jahr veröffentlichte er mit «Everyday Robots» endlich sein erstes echtes Soloalbum – ein melancholischer Rückblick auf die eigene Jugend im England der 70er/80er Jahre. Auf knackige Grooves oder abgedrehte Klangexperimente mussten die Fans diesmal verzichten.

Fotos: Warner Music