Donnerstag, 26. März 2015, 20:14 Uhr

Friedrich Liechtenstein: Mr. Supergeil im neuen Schweighöfer-Film

Friedrich Liechtenstein hat mit dem Werbe-Song ‘Supergeil’ über 20 Millionen Klicks im Internet erreicht. Danach veröffentlichte er neben dem Foto-Büchlein ‘Selfie Man’ sein erstes Album und nun auch seine Autobiografie.

Der professionelle Flaneur, der immer weniger Zeit zum Herumschlendern hat, ist auch mit einem Gastauftritt in Matthias Schweighöfers neuer Komödie ‘Der Nanny’ zu sehen. klatsch-tratsch.de telefonierte mit dem Berliner Vollbartträger und Visionär über den Stand der Dinge und durfte sich mit zwar zumeist einsilbigen, aber durchaus ergiebigen Antworten zufrieden geben. Für Ausschweifungen nutzt der Meister vorzugsweise das Feuilleton.

Können Sie das Wort „Supergeil“ eigentlich noch hören?
Wie? Ich hab’s akustisch nicht verstanden.

Sie haben einen Gastauftritt in Matthias Schweighöfers ‚Der Nanny‘. Wie kam es dazu?
Er hat mich im Theater gesehen und mochte wie ich einen Alkoholiker spielen.

Beschreiben Sie mal Ihre Szene.
Wir sitzen in einer Kneipe und scheißen klug.

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Lust auf mehr, nachdem sie ja schon in einigen Filmen mitwirken durften?
Ja! Sehr gerne mehr…

Zuletzt durften wir Sie mit ihrem Album ‚Bad Gastein’ bewundern. Das war stiltechnisch ein bisschen zu opulent, aber die Manfred-Krug-Schiene, die sie da teilweise so grandios gefahren sind, da hätten wir wirklich gerne mehr davon!
Die Platten von Manfred Krug mochte ich auch sehr.

Sie sagen von sich, Sie seien ein Kunstwerk. Kann man sich den selbst zu selbigem erklären? Wofür steht denn das Kunstwerk Liechtenstein?
Ich sage nicht, dass ich ein Kunstwerk bin. Ich sage: “Mein Leben ist ein Kunstwerk”

Nun ist ihre Autobiografie „Super. Mein Leben“ da. Womit wollen Sie denn abschließen?
Ich will nichts abschließen.

Warum verstecken Sie sich am liebsten hinter einer Sonnenbrille. Ist das ein professioneller Deal oder eine private Mauer?
Beides.

Wir haben den Eindruck, dass Sie eine der wenigen Künstler sind, die noch immer eine gewisse Distanz zum Thema Geld haben. Teilweise haben Sie ja im Büro einer Brillenfirma gehaust. Mt dem Anwachsen des Erfolges geht ja die Distanz zumeist flöten. Wie ist das bei Ihnen?
Ich habe nicht gehaust, ich habe “performt”. Geld ist sehr, sehr wichtig.

Wie sozial sind Sie denn?
Schulnote 3.

Gehen Sie eigentlich noch viel feiern?
Nein.

Sind Sie noch Flaneur, also einer der Zeit hat, oder frisst Sie die Arbeit auf?
Leider habe ich keine Zeit mehr zum flanieren

Ist Ihre ruhige Ausstrahlung so eine pfarrersmäßige Berechnung oder sind Sie wirklich so?
Die Ruhe “passiert” mir nicht, sondern ist gestaltendes Element meiner Persönlichkeit.

Es ist schön, Sie zu beobachten, wenn Sie in einem Berlin-Mitte-Cafe ganz allein da sitzen und im Salat herumstochern. Sind Sie da ein Beobachter all der Irren um Sie herum oder wohin lassen Sie da ihre Gedanken schweifen?
In meinem Kopf rattert es und rattert es. Ich arbeite die ganze Zeit. Da ich keine Uhr und kein Handy habe, bin ich manchmal zu früh bei einem Termin. Die Zeit nutze ich um nachzudenken.

Werden Sie gerne erkannt auf der Strasse?
Ich freue mich, wenn mich gute Leute gut anschauen.

Verraten Sie noch ihre nächsten Projekte? Wird es neue Musik geben? Einen neuen Werbespot vielleicht?
Es gibt Pläne im Bereich Musik und Fernsehen. Außerdem ist gerade meine Biografie “Super” erschienen.

Wieviel dumme Fragen haben wir Ihnen heute gestellt?
(grinst) Eine.

Fotos: WENN.com