Freitag, 27. März 2015, 9:25 Uhr

Das war der Echo 2015 - Alle Highlights im Video

Oonagh und Kollegah wurden jeweils zweimal ausgezeichnet. Weitere ECHOs gab es für Pink Floyd, Andreas Gabalier, Revolverheld, Andreas Bourani, Ed Sheeran u.v.a. Der ECHO für das Lebenswerk ging an Nana Mouskouri. Udo Lindenberg wurde für sein soziales Engagement geehrt.

Nein, so richtig zum Feiern sei ihm nicht zumute, sagte Herbert Grönemeyer. “Eher in Moll” sei er gestimmt. Seine Trauer wollte Grönemeyer erst gar nicht verbergen vor der Echo-Verleihung am Donnerstagabend in Berlin.

Später bekam der Sänger (“Dauernd jetzt”) einen der Musikpreise. Für ihn der bislang zehnte ECHO. Aber richtige Jubelstimmung kam bei ihm nicht auf. Das ging vielen so. Das Entsetzen über den Flugzeugabsturz in den französischen Alpen lag wie ein Schleier auf der 24. Echo-Gala.

Helene Fischer dominierte die am Donnerstag live im Ersten übertragene 24. Verleihung des Deutschen Musikpreises ECHO in der Messe Berlin. Die viermal nominierte Sängerin gewann vier Auszeichnungen. Ihr Longplayer „Farbenspiel“ wurde zum Album des Jahres gekürt, die dazugehörige DVD/Blu-ray gewann ebenfalls, und der Song „Atemlos durch die Nacht“ avancierte zum Hit des Jahres. Darüber hinaus gewann Helene Fischer in der Kategorie „Schlager“. Damit hat sie im Laufe ihrer Karriere bereits zwölf ECHOs erhalten.

Zwei Auszeichnungen gingen an Oonagh. Die aus Wolfsburg stammende Sängerin und Musicaldarstellerin hatte in den Kategorien „Künstlerin Rock/Pop national“ und „Newcomer national“ die Nase vorn. Ebenfalls zwei ECHOs gingen an Kollegah, der die Kategorie „Hip-Hop/Urban“ für sich entscheiden konnte. Am Vorabend hatte es für den Düsseldorfer Rapper bereits die Trophäe als „Best Interactive Act national“ gegeben.

Zwischen Erschütterung und Vergnügen lagen nur eine Schweigeminute im Saal und eine Hommage an Udo Jürgens. Am Ende zog sich die Gala bis Mitternacht, mit Bob Marleys “Redemption Song” als kollektive Wohlfühl-Nummer von Campino, Wolfgang Niedecken und Co. Eine schrille Moderatorin Schöneberger gab einen Gag nach dem anderen zum besten, lobte das Kassengestell der “sparsamen” Griechin Nana Mouskouri (80), die einen Lebenswerk-Echo bekam, und erklärte die “Helene-Fischer-Festspiele” für eröffnet.

In einer bewegenden Rede blickte Mouskouri auf ihr Leben zurück. “Ich möchte Ihnen danken, dass Sie mich in Ihrer musikalischen Familie aufgenommen haben”, sprach die Griechin zu den Deutschen. “Ich bin eine europäische Sängerin.”

In der Gala mit Gastgeberin Barbara Schöneberger erhielt Herbert Grönemeyer die Auszeichnung als „Künstler Rock/Pop national“ – für ihn der bislang zehnte ECHO. Pink Floyd-Schlagzeuger Nick Mason war eigens nach Berlin gereist, um den ECHO für die beste „Band Rock/Pop international“ entgegenzunehmen.

Die Entscheidung über die beste deutsche Band fiel zugunsten von Revolverheld. Bester in der Kategorie „Volkstümliche Musik“ wurde Andreas Gabalier, Robin Schulz gewann in der Kategorie „Dance national“, und Andrea Berg setzte sich als „Live-Act national“ durch. Der ECHO für den „Nationalen Act im Ausland“ ging an Milky Chance. Mit der Single „Stolen Dance“ avancierte das Duo aus Kassel international zum erfolgreichsten deutschen Act des Jahres. Das dazugehörige Video erreichte bis heute auf YouTube weltweit über 125 Millionen Views, was den enormen Erfolg der beiden Musiker zusätzlich unterstreicht. Der Graf von Unheilig freute sich über die Trophäe als bester deutscher Rock/Alternative-Act, während als beste internationale Band dieser Kategorie AC/DC das Rennen machten. Den ECHO als beste Künstlerin im Bereich Crossover erhielt Lindsey Stirling. (KT/dpa)

Fotos: WENN.com