Donnerstag, 09. April 2015, 18:40 Uhr

Frances Bean Cobain: Die Musik ihres Vaters interessiert sie nicht

Frances Bean Cobain, die 22-jährige Tochter des 1994 verstorbenen Kurt Cobain hat in einem Interview mit dem US-Musikmagazin ‘Rolling Stone’ verraten, dass sie kein Fan der Musik von Nirvana ist. Sie bevorzuge viel lieber Songs der britischen Band Oasis und der amerikanischen Neo-Psychedelic-Rockband Brian Jonestown Massacre.

Frances Bean Cobain: Die Musik ihres Vaters interessiert sie nicht

“Die Grunge-Szene interessiert mich nicht”, so die 22-Jährige gegenüber der Zeitschrift. Bean, die – wie berichtet – bei der Dokumentation über ihren Vater mit dem Titel ‘Kurt Cobain: Montage Of Heck’ neben Regisseur Brett Morgan auch als Produzentin ihre Finger mit im Spiel hatte, erkennt aber durchaus das Genie ihres Vaters.

Trotzdem hätte sie ein komisches Gefühl, wenn sie ein Fan seiner Musik wäre: “Ich war etwa 15 Jahre alt, als mir bewusst wurde, dass ich ihm nicht entfliehen konnte. Selbst als ich in einem Auto saß und das Radio an war, spielte dort wieder die Musik meines Vaters. Er ist eine Legende und unsere Kultur ist besessen von toten Musikern. Wir stellen sie gerne auf ein Podest.”

Und weiter erklärte sie: “Wenn Kurt nur ein weiterer Kerl gewesen wäre, der seine Familie auf die schlimmste Art überhaupt im Stich gelassen hätte…Aber das war er nicht. Er hat die Menschen dazu inspiriert, ihn auf ein Podest zu stellen, zu dem heiligen Kurt zu werden. Nach seinem Tod wurde er noch zu einem größerem Star, als er es zu Lebzeiten war. Man hätte sich das nicht vorstellen können. Aber es passierte.”

Wie es scheint, stellt Kurt Cobain für seine Tochter nicht ganz so die Heiligenfigur dar, wie er es für viele Menschen bis heute wohl immer noch ist. Außerdem erklärte sie, dass sie vermute, ihr Vater habe im Alter von 27 Jahren Selbstmord begangen, weil er sein eigenes Ich für die Musik opfern musste. Die Welt hätte es offenbar so von ihm verlangt, so Frances Bean Cobain. Und deswegen sei er wohl der Ansicht gewesen, dass jeder ohne ihn glücklicher dran wäre. Abschließend stellte die 22-Jährige jedoch klar: “In Wirklichkeit war es aber so: Wenn er noch auf der Welt wäre, hätte ich einen Dad gehabt. Und das wäre eine unglaubliche Erfahrung gewesen.” (CS)

Hinweus: Aufgrund der enormen Nachfrage und der fast ausverkauften Screeningtermine am 9. und 10. April, zeigen die CinemaxX Kinos Berlin, Hamburg-Dammtor und München die preisgekrönte Dokumentation über Kurt Cobain „Montage of Heck“ am 16. April noch ein weiteres Mal.

Tickets für diesen dritten Zusatztermin von „Montage of Heck” sind in den jeweiligen CinemaxX Kinos oder unter cinemaxx.de/cobain erhältlich.

Frances Bean Cobain: Die Musik ihres Vaters interessiert sie nicht

Fotos: WENN.com