Sonntag, 12. April 2015, 14:25 Uhr

Hilary Swank will keine Fernsehrollen mehr spielen

In einer Zeit, in der viele Hollywood-Stars in hochgelobten Fernseh- und Internet-Serien glänzen, plädiert Schauspielerin Hilary Swank (40) eher fürs klassische Kino.

Hilary Swank will keine Fernsehrollen mehr spielen

“Fernsehen und Theater sind ehrlich gesagt nicht meine Medien als Schauspielerin”, sagte die Oscar-Preisträgerin (‘Million Dollar Baby’, ‘The Homesman’) der ‘Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung’. “Die Vorstellung, dieselbe Figur über längere Zeit zu spielen, reizt mich nicht so sehr wie die Aussicht, unterschiedliche Persönlichkeiten zu verkörpern”, sagte Swank, die in den 90er Jahren auch in der TV-Serie ‘Beverly Hills, 90210’ mitwirkte.

Sie wisse aber, “viele der guten Geschichten heutzutage sind im Fernsehen zu finden. Im Kino werden die nicht mehr erzählt.” Dagegen wolle sie auch mit ihrer eigenen Produktionsfirma angehen.

Ab 16. April ist Hilary Swank in dem Film ‘Das Glück an meiner Seite’ zu sehen. Erfrischend und unsentimental erzählt Regisseur George C. Wolfe die Geschichte einer unerwarteten und großen Freundschaft. Die zweifache Oscar-Preisträgerin und Shooting Star Emmy Rossum (‘Beautiful Creatures’, ‘The Day After Tomorrow’) spielen mitreißend ein ungleiches Duo.

Hilary Swank will keine Fernsehrollen mehr spielen

An ihrer Seite überzeugt ein starkes Ensemble, in dem Josh Duhamel (‘Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht’)) als überforderter Ehemann und Oscar-Preisträgerin Marcia Gay Harden (‘Mystic River’) als resolute Mutter brillieren.

Und darum geht’s: Für die glücklich verheiratete und erfolgreiche Pianistin Kate (Hilary Swank) ändert sich von einem Moment auf den anderen alles, als sie die Diagnose ALS erhält. Als Pflegerin engagiert Kate aus der Reihe der hochqualifizierten Bewerber ausgerechnet die chaotische Bec (Emmy Rossum), die mit ihrer direkten und frischen Art so gar nicht in das wohlgeordnete Leben von Kate zu passen scheint. Kates Mann Evan (Josh Duhamel) versteht die Welt nicht mehr. Alles spricht gegen die chaotische Studentin, die keinerlei Pflegeerfahrung hat und ein wildes Leben führt ohne Verantwortung übernehmen zu müssen.

Kate vertraut ihrem Instinkt und setzt sich gegenüber ihrem Mann durch. Wie sich zeigt zu Recht, denn Bec erweist sich nicht nur als humorvolle und unkonventionelle Pflegerin, durch sie lernt Kate auch völlig neue Seiten von sich kennen. Bec bringt Lebensfreude, Leichtigkeit und Zuversicht in den überaus disziplinierten Alltag von Kate. Aus den so gegensätzlichen Frauen werden ziemlich schnell beste Freundinnen.

Eine Freundschaft, die sich selbst dann noch bewährt, als beide an ihre Grenzen gelangen… (dpa/KT)

Hilary Swank will keine Fernsehrollen mehr spielen

Fotos: Neue Visionen