Sonntag, 12. April 2015, 16:56 Uhr

Pool: So pfiffig klingt Indie-Pop aus deutschen Landen

Pool aus Hamburg sind mehr als eine Band. David Stoltzenberg (Gesang & Bass), Daniel Husten (Schlagzeug) und Nils Hansen (Gesang & Gitarre) machen nicht nur gemeinsam Musik, sondern wohnen auch zusammen in einem Reihenhaus, dessen Wohnzimmer sie zum hauseigenen Studio umgebaut haben.

Pool: So pfiffig klingt Indie-Pop aus deutschen Landen

Die Band funktioniert dabei nach dem „Einer für alle, alle für einen Prinzip“ – man teilt sich gerne den letzten Hering, streitet sich um den WG-Putzplan oder feilt bis in die Morgenstunden am perfekten Song. In diesem entspannten Rahmen ist auch das Debüt-Album ‘Snacks & Supplies’ entstanden, dem man diese freundschaftlich-elegante Entspanntheit sofort anhört. Die richtige Musik für Momente, die man gerne festhalten möchte. David, Nils und Daniel schenken uns dieses Album, um in warmen Sommernächten mit gutem Wein und Freunden auf einem Dach zu tanzen, über das Leben zu philosophieren oder im Morgengrauen zu einem spontanen Roadtrip ans Meer aufzubrechen.

Denn für jede gute Reise braucht man schließlich die obligatorischen “Snacks & Supplies”, die den Weg schon fast zum Ziel werden lassen.

Der Soundtrack wird dabei zur Essenz des Trips. Neben ihrem großartigen Debut, haben Pool aber auch sonst schon so einiges vorzuweisen: Zwei beeindruckende EPs mit Remixen von Solomun, Aeroplane und Stimming, erschienen auf 2DIY4/Dynamic. Auf Tour mit The 1975, im Vorprogramm von Digitalism, Gold Panda und Django Django, sowie Auftritte beim South by Southwest, Melt!, Reeperbahnfestival und Fusion stehen auf der Band-Vita. Last but not least war der Song „Harm“, die offizielle Berlin Festival Hymne 2013 , die für ordentlich Aufregung gesorgt hat.

Mit ‘Snacks & Supplies’ zeigen Pool, wie gut Indie-Pop aus deutschen Landen sein kann. Sie lassen immer die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins mitschwingen. Am besten zeigt sich dies in der ersten Single ‘State of Mind’. Der Track mit der pfiffigen Hookline fällt sofort mit der Tür ins Haus, so dass man direkt zum Tanzen aufspringen will.

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Pool: So geil klingt Indie-Pop aus deutschen Landen

Auch bei „The Notorious Rake“, das im ‚Metronomy’-haften Disco-Gewand daher kommt, mixt sich Eleganz mit melodischer Smartness. Die Musik von Pool ist dabei immer von einer Lockerheit bestimmt, die in Songs wie „Shine On“ oder „Pink Pussy“ perfekt zur Geltung kommt. Aber auch ernsthafte Songs finden sich zwischen dem ganzen Funk. Songs wie „Higher Grounds“: Sophisticated und mit großartiger Melodie. Es wird den alltäglichen Zweifeln nachgegangen und bleibt genauso wie „Long Island Ice Tea“ noch lange im Ohr: „Let’s get us out of what we used to be. – Get out of all we have to be. Let’s just break away. Come away with me.“.

Pool schenken uns ein Album, das wie ein Schwimmbad hinter dem zu hohen Zaun verführerisch in der Sonne glitzert und einen dazu bringt die Vernunft endlich mal wieder Vernunft sein zu lassen und Unsinn anzustellen – den richtigen Sommer-Soundtrack gibt es mit „Snacks & Supplies“ dafür jetzt auf jeden Fall!

Tourtermine:
20. April – Berlin, Berghain Kantine
21. April – Frankfurt, Ponyhof
22. April – München, Villa
23. April – Köln, Blue Shell
24. April – Haldern, Haldern Pop Bar
25. April – Hamburg, Prinzenbar
27. April – Dredesn, Bärenzwinger
28. April – Leipzig, Werk2
30. April – 03. Mai Aarhus, Spot Festival
16. Juni – Mainz, Schon Schön
17. Juni – Luxemburg, De Gudde Wellen
18. Juni – Göttingen, Institut für angewandte Unterhaltung
19. Juni – Darmstadt, Hoff-Art Theater
20. Juni – Summer In The City Festival, Trier

Pool: So geil klingt Indie-Pop aus deutschen Landen