Dienstag, 14. April 2015, 22:20 Uhr

Newcomer XOV ist das nächste große Ding

Sagen zu können, dass Popstar Lorde (22) ein Fan der eigenen Musik ist, stellt wohl nicht gerade das Schlechteste dar! Genau das ist bei dem vielversprechenden Newcomer Damian Ardestani (29), der sich hinter dem Pseudonym XOV versteckt, der Fall.

Newcomer XOV ist das nächste große Ding

Er wurde nämlich von der neuseeländischen Musikerin auf Soundcloud entdeckt und auch prompt auf Twitter von ihr angeschrieben: “Ich habe zunächst gedacht, es sei ein Fake aber dann habe ich gesehen, dass es tatsächlich ihr echter Account ist”, so der Musiker. Und ihr verdankt er auch, dass sein Electro-Pop-Song ‘Animal’ dann gleich mal auf dem Soundtrack von ‘The Hunger Games: Mockingjay Part 1’ landete. Wenn das nicht schon eine super Leistung des 29-Jährigen ist, dessen Musik häufig als eine Mischung aus dem Sound der schwedischen Popsängerin Robyn (35), des britischen Musikers James Blake (26) und des kanadischen R & B-Künstlers The Weeknd (25) bezeichnet wird.

Dabei hatte das Leben des vielversprechenden Newcomers nicht so wirklich erfolgsversprechend begonnen, wie das Musikportal ‘Noisey’ berichet. 1985 wurde er im Iran geboren. Er war noch ein Baby, als seine Familie vor dem Krieg floh und Zuflucht in Tensta, einem Stadtteil von Stockholm suchte. Kurz danach wurde sein Vater drogenabhängig und die Familie begann auseinanderzubröckeln. Mit 13 gelangte er schließlich in kriminelle Kreise und zudem gab es regelmäßig Streit mit einer schwedischen Neo-Nazi-Gruppe. Der gipfelte schließlich darin, dass dem Musiker einmal sämtliche Zähne ausgeschlagen wurden. Danach ging er zu seinem Onkel in den USA und versuchte, sein Leben neu zu ordnen.

Mit 16 kehrte er wieder nach Schweden zurück und arbeitete erst einmal als Telefonverkäufer und legte in der Firma auch eine rasante Karriere hin. Doch er fühlte sich trotzdem unzufrieden. Da Musik immer seine größte Liebe war, versuchte er, seine eigene Plattenfirma zu gründen. Leider mit wenig Erfolg und mit einer finanziellen Pleite. Schließlich gönnte er sich eine Auszeit auf der schwedischen Insel Rindö. In dieser Phase entwickelte er dann auch mit einem Laptop, einem Mikrofon und ein wenig Unterstützung von Produzent KONO seinen eigenen Sound. Und genau auf den wurde Sängerin Lorde dann ja auch erst vor Kurzem aufmerksam.

Zu seiner Musik erklärte Ardestani, der konsequent auf schwarz-weiße Visuals setzt, in einem Interview: “Alles davon ist autobiografisch. Ich bewundere die Leute sehr, die einen guten Song schreiben können, der keinen Bezug zu ihrem wirklichen Leben hat. Aber in meinem Fall habe ich schon einiges durchgemacht und ich war nie in Therapie. Seit ich klein war, habe ich schon diese dunkle Seite in mir. Wenn ich keine Musik schreibe, ergreift diese Dunkelheit Besitz von mir. Wenn ich einen Song schreibe, geht alles aus mir raus und ich werde zu einer glücklichen Person.” Und es spricht viel dafür, dass sich der Newcomer in musikalischer Hinsicht noch ganz oft “austoben” wird.

Erst vor Kurzem hat er nämlich seine EP mit dem Titel ‘Lucifer’ auf Soundcloud veröffentlicht, von denen jeder der sechs Songs hitverdächtig ist. Im Mai soll dann auch ein Album des Musikers bei Universal Music folgen. Ein vielversprechender Newcomer, der die Charts sicherlich bald erobern wird…(CS)