Donnerstag, 16. April 2015, 20:53 Uhr

Hier zeigt der nackte Zac, was er drunter hat

Haut zeigen ist einfach. Das aber was drunter liegt, zeigt sich schon schwieriger. Claudia Diaz, Professorin an der ‘RMIT University’ in Melbourne (Australien), hat eine ganz neue und originelle Methode, ihren Studenten die menschliche Anatomie nahe zu bringen.

Hier zeigt der nackte Zac, was er drunter hat

Dazu bedient sie sich der Hilfe von Körpermalfarben, wie das amerikanische Onlineportal ‘Beautiful Decay’ berichtet. Die Lehrerin unterrichtet das Fach mittlerweile über 20 Jahre lang und fand den herkömmlichen Unterricht, bei dem die Studenten einfach alles nur auswendig lernen müssen, recht langweilig und uninspirierend.

Diese neue Methode, bei der die Schüler die Körper anderer Studenten anmalen dürfen, bringt auf jeden Fall “neuen Schwung” in die Klasse und macht das Lernen auch um einiges interessanter und einfacher.

Hier zeigt der nackte Zac, was er drunter hat

Beim Bemalen müssen sich die Studenten einen Körper vorstellen, dessen Haut “abgezogen” wurde, wobei die Sehnen und Knochen zu sehen sind. Das fertige Werk nennt Claudia Diaz dann den “anatomischen Menschen”, den sie erstmals 2010 in einer ihrer Kurse “vorstellte”. Einer der Schüler, die dafür Model stehen durften, war unter anderem der Chiropraktik-Student Zac O’Brien. Und solch ein Kunstwerk braucht schon seine Zeit: Er musste nämlich fast 18 Stunden lang geduldig sitzen bleiben, während die anderen Studenten seinen Körper bemalten.

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Die Professorin erinnert sich stolz an das erste Mal, als sie einen “anatomischen Menschen” in ihren Kurs der menschlichen Anatomie mitbrachte: “Er kam herein und ich kann mich noch genau an das Gesicht der Kids erinnern. Sie waren total beeindruckt. Ich habe gesehen, dass sie dadurch schockiert aber gleichzeitig auch inspiriert und motiviert waren.” Und was sie außerdem feststellte: Durch diese “Malübung” verloren die Studenten auch ihre Hemmungen, ihre Kleider auszuziehen, damit andere Schüler ihren Körper “studieren” konnten: “Die Kids wollten ihre Wäsche gar nicht mehr anbehalten. Sie schmissen sie einfach von sich”, so Claudia Diaz. Alles in allem also eine neue, originelle sowie lerntechnisch auch effektive Art, Studenten einen sonst eher trockenen Unterrichtsstoff “am lebenden Objekt” beizubringen…(CS)

Hier zeigt der nackte Zac, was er drunter hat

Fotos: RMIT University