Samstag, 02. Mai 2015, 19:26 Uhr

K. Flay: Frischer Elektropop aus Chicago

Kristine Flaherty alias K.Flay hatte bereits zwei Mix-Tapes und drei EPs, diverse Remixe für die Beastie Boys oder auch Danny Brown veröffentlicht. Weil aber das Major-Label, bei dem sie gesigned war, nicht bereit war, auch auf Albumlänge zu ihr zu stehen, befreite sie sich aus dem Deal und arbeitete fortan in Eigenregie.

K. Flay: Frischer Elektropop aus Chicago

K.Flay kündigte also ihr Apartment in New York und ging nach Los Angeles, verschanzte sich dort in einem Proberaum und begann mit dem Schreiben neuer Songs. In völliger Isolation ließ sie entstehen, was wir bald auf “Life As A Dog” zu hören bekommen: Ein in sich geschlossenes Werk und die bisher originalgetreuste Widergabe ihrer selbst.

Inspiration fand sie jedoch nicht nur durch ihre Abschottung, sondern bereits während vorangegangener, ausgedehnter Tourneen mit Snoop Dogg, Passion Pit, Icona Pop oder Theophilus London.

Ihre Fans waren es schließlich auch, die ihr dabei halfen, das “Projekt Album” zu finanzieren: Innerhalb von nur sechs Tagen kam über eine Crowdfunding-Aktion das Geld für die Produktion von “Life As A Dog” zusammen, das K.Flay nur kurze Zeit später in Eigenregie in Amerika veröffentlichte.

Unterstützt wurde sie außerdem von ihren Freunden Billboard (Robyn, BoB, Britney Spears), Justyn Pilbrow (The Neighbourhood) und Sam Spiegel (Maroon 5, N.A.S.A.), die ihr bei der Arbeit am Album halfen.

K. Flay: Frischer Elektropop aus Chicago

“Life As A Dog” landete prompt auf Nr. 2 der Billboard-Heatseekers-Charts und erscheint hierzulanbde am 21. August. Dieser Erfolg brachte K.Flay ausverkaufte Headline-Shows und unzählige Festivalauftritte in den USA ein – und ein Signing beim Berliner Label Humming Records (Josef Salvat, VIMES, Occupanther), das beim diesjährigen SXSW auf K.Flay aufmerksam wurde. Es wird Zeit, auch in Deutschland Hallen zu füllen!

Fotos: Wilson Lee