Samstag, 02. Mai 2015, 19:48 Uhr

William und Kate zeigen sich hier erstmals mit ihrer Prinzessin

Schneller geht’s nicht: Kate Middleton (33) und Prinz William (32) präsentierten am frühen Samstagabend ihre kleine Prinzessin. Noch ist der Name der “Royal Princess” nicht bekannt und es darf weiter gerätselt werden, wie die Kleine heißen wird.

William und Kate zeigen sich hier erstmals mit ihrer Prinzessin

Der Name von Prinz George, der inzwischen 21 Monate jung ist, wurde jedenfalls am 23. Juli 2013, einen Tag nach dessen Geburt, verkündet. Herzogin Kate sah jedenfalls einigermaßen frisch und entspannt wie eh und je aus, als sie mit dem Neuzugang und ihrem Göttergatten vor das St. Mary’s Hospital trat. Kaum zu glauben dass sie vor nicht mal zehn Stunden ihre Tochter zur Welt brachte. Geduldig posierten die beiden für hunderte Presseverteter und Fans.

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Dem zweiten “Royal Baby” geht es wie vielen anderen zweiten Kindern: Die Aufregung ist etwas kleiner als beim großen Geschwisterkind. Doch als britischer Ersatz-Thronerbe aufzuwachsen, kann schwierig sein, wie die Familiengeschichte der Windsors zeigt. Wenn alles normal verläuft, besteigt die kleine Prinzessin nie den Thron. Das Kind hat daher keine von Geburt an festgelegte Rolle. Das bedeutet Freiheit, macht aber die Suche nach einer Aufgabe notwendig. “Ersatz-Thronerbe zu sein ist nicht leicht”, sagt die Historikerin Kate Williams. Es fehle die Privatsphäre, jeder Schritt werde beobachtet, die Möglichkeiten seien beschränkt – und das alles ohne echte Aussicht auf den Thron.

William und Kate zeigen sich hier erstmals mit ihrer Prinzessin

Ein Blick auf die Familie zeigt, wie die Vorgänger des am Samstag geborenen jüngsten Kindes in der Familie von Quuen Elisabeth II. das gehandhabt haben – Skandale und Skandälchen inbegriffen.

GEORGE VI.: Der Vater der Queen (1895-1952) ist ein Beispiel dafür, dass ein Zweitgeborener ganz plötzlich in die Pole Position vorrücken kann. Als Edward VIII. im Jahr 1936 abdankte, um eine geschiedene Amerikanerin zu heiraten, trat sein Bruder mit dem Stotter-Problem widerstrebend in seine Fußstapfen. Sein weitgehend normales Familienleben mit ausreichend Privatsphäre hatte George bis dahin durchaus genossen. Sein Schicksal hat der Kino-Erfolg “The King’s Speech” eindrücklich dargestellt.

PRINZESSIN MARGARET: Als die Schwester von Queen Elizabeth II. in den 50ern einen geschiedenen Mann liebte, beugte sie sich noch den Konventionen: Im Bewusstsein ihrer “Verpflichtung dem Commonwealth gegenüber” trennte Margaret sich von Peter Townsend. 1960 heiratete sie aber einen Fotografen und ließ sich 1978 wieder scheiden – ein Skandal. In der Presse hatte Margaret das Image eines spaßsüchtigen Partygirls mit vielen Affären (auch mit einem 17 Jahre jüngeren Mann). Freunde beschrieben ihr Leben später als unglücklich, weshalb sie sich dem Alkohol hingegeben habe. Sie engagierte sich für gute Zwecke, einer der Hauptaufgaben für nicht-regierende Royals.

William und Kate zeigen sich hier erstmals mit ihrer Prinzessin

PRINZESSIN ANNE: Anders als ihre Tante Margaret suchte Prinzessin Anne (64), Schwester von Prinz Charles (66), sich eine Karriere: Als Vielseitigkeitsreiterin nahm sie 1976 sogar an den Olympischen Spielen teil. Dass sie sich scheiden ließ und erneut heiratete, war ein weiterer Skandal für den Königshaus, zu dem Anne stets eine gewisse Distanz pflegte. Ihr erster Mann Mark Phillips lehnte sogar den ihm angebotenen Adelstitel ab, so dass die gemeinsamen Kinder Peter und Zara ebenfalls titellos sind.

PRINZ ANDREW: Er gilt als Lieblingskind der Queen und Bad Boy unter den vier Geschwistern. Die Trennung von Sarah “Fergie” Ferguson (55) machte Schlagzeilen, Reisen auf Kosten des Steuerzahlers brachten ihm den Namen «Air Miles Andy» ein, als (inzwischen geschasster) Handelsbotschafter der Regierung traf er zwielichtige Milliardäre und Diktatoren. Dazu kommt ein Faible für schöne Frauen, das den auch “Randy Andy” (spitzer Andy) genannten Prinzen (55) zuletzt in die Nähe eines Skandals um Sex mit Minderjährigen rückte. Andrew engagiert sich in Unternehmerkreisen und ist regelmäßig beim Weltwirtschaftsforum in Davos anzutreffen.

PRINZ HARRY: Der Prinz mit dem Ruf eines Herzensbrechers (30) rutscht mit der Geburt der neuen Prinzessin auf Platz fünf der Thronfolge. Anders als sein Bruder William (32) hat er schon den ein oder anderen Skandal auf dem jungen Buckel, etwa Nacktfotos vom Strip-Billard in Las Vegas, einen geschlagenen Fotografen oder einen Auftritt in Nazi-Uniform. Zehn Jahre lang fühlte Harry sich in der britischen Armee zu Hause, die er im Sommer verlässt – damit geht für den Zweitgeborenen die Suche nach einer Berufung wieder los. Zum Steckenpferd hat er sich den Einsatz für Kriegsveteranen gemacht. (KT/dpa)

Fotos: WENN.com