Sonntag, 03. Mai 2015, 15:41 Uhr

Das Indie-Pop-Trio Pool bringt Hipster zum Hopsen

Es klingt eigentlich zu gewollt um wahr zu sein: Nils, Daniel und David von Pool sind so ziemlich beste Freunde, spielen gemeinsam in einer Band und wohnen zusammen in einem Reihenhaus in Hamburg, dessen Wohnzimmer sie zu einem Studio umgebaut haben.

Das Indie-Pop-Trio Pool bringt Hipster zum Hopsen

Als Band nennen sich die drei Herren “Pool” und bringen mit ihrer Musik, die sich irgendwo zwischen den Killers und Two Door Cinema Club befindet, tonnenweise Hipster zum Hopsen. Apropos Tonnen: Auf dem Cover zu ihrem Debütalbum „Snacks & Supplies“ kann man die drei keck und verführerisch zwischen Tonnen von Marshmellows bewundern. klatsch-tratsch-Autor Dennis hat sich mit den Jungs von Pool unterhalten und für Euch drei Alben abgestaubt, die Ihr hier gewinnen könnt.

Auf dem Plattencover sieht man euch zwischen gefühlt einer Tonne Marshmellows. Seid ihr Naschkatzen?
(Nils) Eigentlich kein Stück. Es waren auch nur 92kg und keine Tonne. Ich mag Eis. Aber mir wird schlecht, wenn ich zu viel nasche. Ich wurde so ökomäßig erzogen, wenn süß, dann selbstgemachte Marmeladen und Cola nur zum Geburtstag und auch nicht nach 17 Uhr.

Mit welchen Süßigkeiten kann man euch denn bestechen/gefügig machen?
(Nils) Eis halt. David mag Haribo Vampire.

Wie kam es denn zu der Idee für dieses Shooting?
(Nils) Das war eine Schnapsidee von Denzel als Kommentar zum Albumtitel. Wir waren relativ schnell dabei uns in irgendetwas Snackiges reinzulegen. Marshmallows haben sich da einfach angeboten, weil sie sehr zeitgemäße Farben haben. Es war dann aber doch sehr aufwendig Marshmallows in diesen Mengen und in den richtigen Farben und der richtigen Form zu finden.

Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?
(Nils) Im Alter von ca. 13 Jahren als typische Schülerband. Ich hatte mit David endlich jemanden gefunden, der genauso Bock hatte Musik zu machen und der darüber hinaus sehr ambitioniert war eine eigene Band zu gründen – allein der Band wegen. Danny war der coolste Drummer in unserem Umfeld. Relativ selbsterklärend also das er bei uns spielen musste.

Wie kam euer Bandname zustande?
(Nils) Wir hatten Zeitens unserer Existenz schon viele komplizierte mitunter bedeutungsschwere Namen. Es musste etwas her, was gut zu behalten ist und von dem wir denken, das es auch rein assoziativ zu der Musik passt, die wir machen. Pool = gute Laune, Sommer, Spaß, spritzig, erfrischend etc..

Lasst uns über euer neues Album reden …
(Nils) Das war homerecording pur. Wir haben uns den vergangenen Sommer über eingeschlossen und mit unserem Homeboy Udo ein eigenes Studio eingerichtet. Die Zeit war wirklich sehr intensiv mit Höhen und Tiefen und existenziellen Fragen. Mein persönliches Highlight war die Synthsession für den Albumtitel ‘Fargo’, die ich irgendwann nachts mit David zusammengefahren habe. Udo und Denzel hatten zu dem Zeitpunkt schon aufgegeben und wir waren so unglaublich geflasht, dass wir noch bis morgens durchgedreht sind und am Ende den heftigsten Onetake im Kasten hatten. Das können nur die wenigsten Menschen nachvollziehen wie das ist, gelöst von einem wirklichen Rhythmus auch mal 18 Stunden am Stück zu arbeiten und das über Wochen.

Das Indie-Pop-Trio Pool bringt Hipster zum Hopsen

Welchen Song vom Album feiern eure Eltern am meisten?
(Nils) Ganz unterschiedlich. Mein Dad ist mehr Rocker und feiert das eigentlich gar nicht so musikalisch. Meine Eltern haben das Album in kompletter Länge aber auch noch nicht gehört.

Auf eurem Album ist ein Song namens „Pink Pussy“. Wie kam es denn zu dem Song?
(David) Ich habe den Song innerhalb einer gefühlten halben Stunde geschrieben und getextet. Das ging wirklich schnell. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, weil supergeiles Wetter war und ich eigentlich raus zu meinen Jungs wollte. Die haben an einem kleinen See bei uns in der Nähe geangelt. Ich hab also das Instrumental mehr so hingepfuscht und bin dann mit Zettel und Stift los zu den Boys an den Teich. Da hab ich dann den Text geschrieben und bin zurück und habe es aufgenommen. Danach haben wir den Song nie wieder angefasst sondern die Elemente noch mal neu und “gut” aufgenommen. Dieses planlose hat den Song für mich auch immer ausgemacht.

Dem Text nach scheint das ja ein Kompliment zu sein. Seid ihr immer so charmant?
(Danny) Das ist von Person zu Person Unterschiedlich, aber wir sind alle zu Höflichkeit erzogen worden. Es kommt vermutlich auf den Zustand an und natürlich die Stimmung…

Was war euer Lieblingserlebnis mit der Band bisher?
(Nils) Die 1975- Tour war schon ziemlich das Lieblingserlebnis, aber auch die Amerikakonzerte waren verdammt cool.

Was war euer abgefahrenstes Fanerlebnis?
(Nils) Anna Izabela. Ein Girl was jedes Mal aus Danzig nach Deutschland auf unsere Konzerte kommt und uns verrückte Präsente mitbringt. Meist selfmade und sehr aufwändig verpackt.

Was ist das Peinlichste auf eurem Handy?
(Nils) Mir ist grundsätzlich sehr wenig peinlich, da ich von mir behaupten würde, dass ich ein sehr humorvoller Mensch bin und selbiges würde ich auch über David und Daniel sagen. Meine Alltime-Fav-Ausstellung ist und bleibt auf jeden Fall die “Daniel Bricht”, die unser Freund Lucas kuratierte und in der gesammelte Brechporträts von Danny ausgestellt wurden.

Hattet ihr mal ein peinliches Erlebnis auf der Bühne?
(Danny) Nein. Außer dass David in Leipzig mal ein Bass-Ausfall hatte und mehr oder minder wie ein gestochenes Huhn über die Bühne geflitzt ist und dann ganz ungeniert dem Publikum mitteilte, er habe ja einen zweiten Bass dabei, fände aber die Autoschlüssel nicht. Das war nicht so optimal gelöst (lacht).

Was ist für 2015 noch so geplant?
(Nils) Eine Akustik EP. Ein Remix Album. Viele Festivals. Eine Europatournee im Oktober und wir schreiben schon an Songs für unser zweites Album. Wir haben uns einiges vorgenommen ich hoffe das wir das auch nach unseren Vorstellungen umsetzten können.

Alles über das Trio Pool: So klingen echte Shootingstars


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Das Indie-Pop-Trio Pool bringt Hipster zum Hopsen

Fotos: Florian Aplegren